25.07.2013
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Pater Stipes Dorfwette zum Spendensammeln begeistert nicht nur Blankenau
Blankenau
Alle Beteiligten sind begeistert: Ein ganzes Dorf hat sich anstecken lassen von dem Enthusiasmus, den Pater Stipe Pervan und Hubert Krah als Ideengeber von "Pater Stipes Dorfwette" verbreiten.

Die Sanierung der alten Schule im Bereich der Propstei hat die Pfarrgemeinde viel Geld gekostet. "Die Blankenauer haben schon viel gespendet, aber das reicht nicht", sagt Franziskaner-Pater Stipe. Das Gebäude wurde für mehr als eine Million Euro aufwendig saniert. 90 000 Euro muss die Gemeinde noch schultern. Um dieses Darlehen so schnell wie möglich zurückzuzahlen, hatte Hubert Krah, Mitglied im Pfarrgemeinderat und im Ortsbeirat, die Idee, die Vereine und den Ortsbeirat gegen den Pater wetten zu lassen.

Mit einer kurzfristig organisierten, spektakulären Dorfshow am 30. April startete die originelle Dorfwette, bei der der gesamte Ort sich beweisen will, dass er es schafft, mindestens 14 100 Euro, vielleicht sogar 28 200 Euro zu sammeln. Bis zum 15. Dezember muss der Pater Spenden sammeln – sonst muss er alle Ortsbeiräte und Vereinsvorstände bekochen. "Der erfolgreiche Dorfabend hat alle mitgerissen", sagt Ortsvorsteher Siegfried Weber. "Wir haben schon viel erlebt, aber so eine tolle Show noch nicht."

Die Show, bei der mehr als die Hälfte der 700 Blankenauer im Bürgerhaus präsent war, zeigte allen, auch den Kritikern, wozu das Dorf in der Lage ist, wenn es zusammenhält.

Finanziell waren zwei Großaktionen sehr erfolgreich: Auf Vermittlung von Domkapellmeister Franz-Peter Huber kamen die Dresdner Kapellknaben zu einem Benefizkonzert nach Blankenau. "Von der Atmosphäre in der kleinen Kirche waren die Sänger ganz beeindruckt", berichtet Huber.

Mit der 72-Stunden-Aktion war der BDKJ vor der Stadtpfarrkirche in Fulda präsent – weil dort mehr Passanten sind als in Blankenau. Er hatte zuvor Sponsoren motiviert, die dann für jeden auf zwei Trimmrädern gestrampelten Kilometer eine Spende zusagten. 20 Jugendliche und drei Erwachsene aus Blankenau radelten, was das Zeug hielt.

"Auch Menschen, die keinen Bezug zu Blankenau haben, haben uns unterstützt", freut sich Melanie Bischof von der BDKJ-Geschäftsführung. Aber auch Weihbischof Professor Karlheinz Diez, der schon am Eröffnungsabend dabei war, setzte sich aufs Rad. "Das ganze Dorf ist begeistert und bringt sich ein", freut sich Hubert Krah, der schon wieder neue Ideen hat. Krah denkt an einen Tanzabend mit Musik der 70er und 80er Jahre, an ein Konzert und vielleicht an eine Show rund um Möglichkeiten, Flaschenbier auf möglichst originelle Weise zu öffnen. Diese Idee knüpft an die spektakuläre Wette am Eröffnungsabend an, als Flaschen mit der Anhängerkupplung eines Traktors geöffnet wurden. Rechnet man die Spendenzusagen von Ortsbeirat und Blankenauer Vereinen hinzu, ist die erste Schwelle von 14 100 Euro schon so gut wie geschafft. Jetzt nimmt das Wettteam die zweite Hürde ins Visier. Kämen bis Mitte Dezember 28 200 Euro zusammen, will Pater Stipe groß kochen.

"Wenn wir gemeinsam unser großes Ziel erreichen, dann bewirte ich den Ortsbeirat, die Vereinsvorstände, alle Aktiven der Wette und alle wichtigen Sponsoren mit Leckereien aus meiner kroatischen Heimat", verspricht der Pater. Ein Termin dafür steht schon: Die Woche zwischen Weihnachten und Neujahr.

Zwischenstand:

Einnahmen:

Wettshow 1965,-

72-Stdn.-Aktion 3555,-

Knabenchor 3150,-

Privatspenden 3160,-

Summe 11 830 Euro

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