02.06.2015
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Familie entsetzt: Unbekannter legt Giftköder in ihrem Garten aus
Dietershan
Schock für eine Familie aus Dietershan: Während ihres Urlaubs hat ein bislang unbekannter Täter drei Giftköder in ihrem Garten ausgelegt. Bevor ihr Hund zu Schaden kam, hatte die Nachbarin die giftigen Fleischstücke glücklicherweise gefunden. Polizeisprecher Martin Schäfer rät, solche Fälle immer anzuzeigen.

Von der widerlichen Tat erfuhr die Familie am Samstag, als sie aus dem Urlaub nach Hause kam. „Die Nachbarin hat sich um unsere Hasen gekümmert, als am Donnerstag ihr Hund plötzlich auffällig im Garten herumschnüffelte“, erzählt die Tochter der Familie, die ungenannt bleiben möchte.

Die Nachbarin sei ihrem Hund gefolgt und habe prompt im Gebüsch drei Köder entdeckt: Scheiben von rohem Schweine- oder Putenfleisch, gemischt mit blauem Schneckenkorn. Die tödliche Mixtur war in drei Deckeln im Garten verteilt. „Sie hat die Köder fotografiert und dann weggeworfen, damit sich niemand vergiftet. Schließlich wohnen bei uns im Haus auch kleine Kinder. Da kann ja weiß Gott was passieren“, sagt die junge Frau.

„Wir haben noch mit niemandem hier ein Problem gehabt“

Auch einige Tage nach dem Fund ist die Familie noch immer entsetzt, dass jemand so etwas tun kann – und dazu noch so übergriffig ist und das Gift unter dem Zaun auf das Grundstück geschoben hat. Immerhin ist der Zaun 1,60 Meter hoch.

Seit etwa zwei Jahren wohnt die Familie in Dietershan, hat dort ein Haus gekauft und den Garten eingezäunt, damit die 15 Monate alte Border-Collie-Schäferhund-Dame nicht ausbüxt und auch niemanden stört. „Wir haben noch mit niemandem hier ein Problem gehabt. Unsere Hündin ist im Dorf immer an der Leine, und noch nie abgehauen“, sagt die Tochter und ergänzt: „Wir können uns überhaupt nicht erklären, warum jemand so etwas Schreckliches macht. An diesem Gift hätte auch jedes andere Tier hier im Dorf elendig zugrunde gehen können.“

Hundehasser tötete 40 Tiere – und wurde nie gefasst

Polizeisprecher Martin Schäfer kennt mehrere solcher schlimmen Geschichten und erinnert sich noch gut an einen Hundehasser, der vor mehr als zehn Jahren am Rauschenberg zahlreiche Giftköder ausgelegt hatte. 40 getötete Hunde beklagte damals Tierschützerin Anita Burck. Gefasst wurde der Täter nie, obwohl die Polizei damals sogar ein Täterprofil erstellte. Doch bevor man ihm auf die Schliche kommen konnte, „hörte die Sache schlagartig auf“, erinnert sich Schäfer. Er rät Betroffenen auf jeden Fall, entweder die Polizei zu rufen oder die Köder zu fotografieren und zu sichern und Anzeige zu erstatten.

Derweil werden die Dietershaner jetzt sicher ganz besonders wachsam sein. „Wenn wir unsere Hündin rauslassen, dann gehen wir erst einmal den ganzen Garten ab und vergewissern uns“, sagt die junge Frau.

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