21.09.2015
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„Nazijäger“ drohen in Brief mit Attacken auf Rechtsradikale im Main-Kinzig-Kreis
Region
Nachdem Landrat Erich Pipa in den vergangenen Wochen zwei Schreiben der bislang weiterhin unbekannten „Initiative Heimatschutz Kinzigtal“ erhalten hatte und in einem davon mit einem Anschlag gegen ihn beim Radlersonntag „Kinzigtal Total“ gedroht worden war, ging nun bei einer Zeitung im Altkreis Gelnhausen ebenfalls ein anonymer Brief ein.

Von unserem Mitarbeiter Andreas Ziegert

Die „Erste Interessengruppe für ein nazifreies Deutschland“ bezieht sich darin auf die Morddrohung gegen Pipa und kündigt Gegenmaßnahmen an. Die Redaktion der Tageszeitung hat das Schreiben umgehend der Polizei übergeben.

In dem Brief der „IG Nazijäger“ heißt es weiter: „Die Morddrohung war ein Schritt zu viel.“ Nun reiche es mit Psychoterror, Brandanschlägen und widerwärtigen Aufmärschen, „wir wollen den Herrschaften jetzt einmal zeigen, wie man sich fühlt, wenn man Angst hat“, heißt es weiter.

„Euer Geschäft ist die Angst“

Und dann folgt eine konkrete Drohung, nachfolgend wörtlich und inklusive Fehlern zitiert: „In unseren Adressdateien sind die Daten der vieler Büros oder Szenetreffs, die Privatadressen von Funktionären aber auch von glatzköpfigen Mitläufern die von unseren Leuten identifiziert werden konnten. Wir haben etwa 80 PKW-Kennzeichen die in ihrer Region nachweislich der rechten Szene zuzuordnen sind. Warten wir also gemeinsam ab, was in den nächsten Wochen passieren wird.“

Beigefügt ist dem Brief die Kopie eines Schreibens an den NPD-Bezirksverband Südhessen, adressiert an eine Postfachadresse im südhessischen Viernheim. Auch darin werden eindeutige Drohungen ausgesprochen, unter anderem wird mit dem Anzünden von Büros, Autos und Wohnungen gedroht. „Euer Geschäft ist die Angst, eure Opfer sind alle die anders sind, wir haben genug von euch, es reicht“, ist dort in Großbuchstaben geschrieben.

Den kompletten Artikel lesen Sie im E-Paper und in den Kinzigtal Nachrichten.

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