30.01.2016
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Ab dem 23. Februar: Fuldaer Rapper Bengio (22) geht mit Namika auf Tour
Fulda/Frankfurt
Großer Karrieresprung für den Fuldaer Rapper Bengio: Der 22-Jährige begleitet als Supportact die deutsch-marokkanische Sängerin und Rapperin Namika auf ihrer „Lieblingsmensch“-Tour. Mit „Lieblingsmensch“ lieferte Namika den Ohrwurm des Sommers und schaffte es als Newcomerin auf Platz 1 der Charts.

Die Tour durch die gesamte Republik (mit Abstechern nach Zürich und Wien) startet am 23. Februar in München und endet nach 21 Auftritten mit einem Konzert am 22. März in Saarbrücken. Einige der 22 Tour-Stopps sind bereits ausverkauft – so auch die beiden Auftritte in Frankfurt am 27. Februar und 13. März im Gibson.

„Ich hatte in den vergangenen eineinhalb Jahren zum Glück schon einige Highlights in meiner Karriere. Ich war ja zum Beispiel auch schon mit Sammy Deluxe auf Tour“, sagte Bengio am Freitag auf Nachfrage unserer Zeitung am Telefon. „Aber die Tour jetzt mit Namika kann schon noch mal einen ordentlichen Schub geben. Leider ist Fulda bei der Tour nicht dabei, dafür sind wir aber zweimal in Frankfurt.

Ich arbeite gerade im Studio an meinem Album, ABER in 26 Tagen geh ich für fast einen ganzen Monat mit der wunderbaren...

Posted by Bengio on Donnerstag, 28. Januar 2016

Schließlich könne Bengio bei der Tour vor „einer größeren Zuschauerbasis“ auftreten, die zudem auch nicht komplett hiphop-bezogen sei. „Ich bin sehr froh darüber, dass ich als Supportact mit Namika auf Tour gehen kann.“ Bereits 13. Januar (in Memmingen) und am 19. Januar (in Berlin) legte der Fuldaer, der seit einem Jahr in Hamburg wohnt, zwei Auftritte vorab mit Namika hin.

Wie schon bei diesen beiden Konzerten rechnet der 22-Jährige damit, dass er bei den 22 Tour-Shows etwa zwischen 20 und 30 Minuten auftreten werde. Derzeit arbeitet der Fuldaer Rapper an seinem neuen Album, das im Sommer herauskommen soll. Am 19. Januar veröffentlichte er bereits die neue Videosingle zum Titeltrack der EP „Unterwegs“.

Mit „Lieblingsmensch“ lieferte Namika den Ohrwurm dieses Sommers und schaffte es auf Platz 1 der Charts. Platz 13 gab es für ihr Debütalbum „Nador“, das nach dem Heimatort ihrer Großeltern in Marokko benannt ist. Doch eigentlich wollte die Deutsch-Marokkanerin aus Frankfurt Handballerin werden. Neun Jahre lang spielte sie Handball, schaffte es in die 3. Liga. Als ihr Rücken sie zum Aufhören zwang, beschloss sie, sich auf die Musik zu konzentrieren.

Nach ihrem Abitur nahm die 1991 als Hanan Hamdi geborene Sängerin und Rapperin im Heimstudio ein Rap-Mixtape auf, dass sie als ihre Visitenkarte bezeichnet. Über soziale Medien verbreitete sie ihre Musik. Aus Hän Violett, so ihr damaliger Künstlername, wurde schließlich Namika, zum rauen Rap gesellten sich eine neue, leicht zugängliche Mixtur mit Elementen aus Pop, Soul und orientalischen Klängen.

Ihre Texte schreibt sie immer und überall, zeitgemäß ins Handy oder ganz altmodisch auf einen Block. Sie behandelt Themen aus dem Leben: Freundschaft, komplizierte Beziehungen, Sozialkritisches und ihr großes Thema Selbstfindung. „Texte zu schreiben hilft mir, Antworten auf ungewisse Fragen zu finden“, sagt sie.

Und es scheint, dass sie damit auch den Nerv ihrer Fans trifft. Wer aus Namikas Texten bei aller Leichtigkeit eine besondere Tiefe heraushört, ist auf der richtigen Spur. Sie war auch schon an der Uni eingeschrieben. Studiengang: Philosophie. / sar, dpa

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