30.03.2012
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Pater Wolf wird neuer Superior im Kloster
Der Abschied von Hnfeld fllt Pater Vogt nicht leicht. „Ich gehe schweren Herzens. Hnfeld ist ein Stck Heimat fr mich. Hier habe ich die lngste Zeit meines Lebens verbracht“, berichtet der 56-Jhrige, der in der Nhe von Aachen geboren wurde. Die Verantwortung, die er als Superior im Bonifatiuskloster hat, gebe er hingegen gern ab. „Fr mich ist das nicht attraktiv.“ Die viele Arbeit in der Verwaltung halte von der Seelsorge ab.

Die Aufgaben eines Hausoberers seien vielfltig. „Er ist wie ein Papst im Kleinen“, erlutert Pater Vogt augenzwinkernd. Es gehe darum, die Kommunitt zu fhren. In Hnfeld leben 44 Oblatenbrder im Alter von 20 bis 91 Jahren. Seit 2006 war Pater Vogt Superior in Hnfeld. Diese Funktion hatte er zuvor auch in Lahnstein und Maria Engelport inne. In Hnfeld war er zudem von 1989 bis 2000 als Novizenmeister ttig.

Pater Wolf wirkt und lebt seit zwlf Jahren in der Haunestadt. Er war zunchst Jugendseelsorger und baute das Jugendbro auf. Seit 2000 ist Wolf zudem Dizesanrichter in Fulda, das heit, er beschftigt sich unter anderem mit Ehe-Annullierungen. Fr die Ausbildung der Novizen und deren Hineinwachsen in den Orden ist er seit 2003 als Novizenmeister zustndig. Fr dieses Amt wird im kommenden Jahr ein Nachfolger bestimmt. Seit 2004 ist er auerdem Vizeoffizial des Bistums Fulda.

Immer ein offenes Ohr

Auf seine neue Aufgabe als Hausoberer freut sich der 43-Jhrige. Was das fr ihn bedeutet? „Eine Menge Arbeit“, sagt er lachend, ergnzt aber, dass er das Haus gut kenne. Von Beginn an war er im Hausrat ttig. „In den letzten Jahren hat sich das Kloster stark entwickelt“, verdeutlicht Pater Wolf. Damit meint er sowohl bauliche Vernderungen als auch Schwerpunkte, die in der Jugendarbeit gesetzt wurden, oder die Umstrukturierung in ein Geistliches Zentrum. „Das Kloster in Hnfeld ist ein offenes Haus. Eine Anlaufstelle fr Menschen jeden Alters. Das soll es auch bleiben“, betont der gebrtige Heidelberger. Mehr als 13 000 Tagungsgste gebe es zum Beispiel pro Jahr. „Das Kloster ist ein gefragter Ort“, freut sich Pater Wolf, der von einem „guten Team von Mitbrdern und einer sehr geistlichen Gemeinschaft“ spricht. Auch in Hnfeld selbst seien die Patres fest verwurzelt. „Es gibt gute Beziehungen etwa zum Brgermeister, zu den Gemeinden, Vereinen und Hilfsorganisationen.“

Pater Wolf ist sich sicher, dass es im Mai einen sehr harmonischen bergang geben wird. „Ich halte nichts davon, alles umzukrempeln“, erklrt der 43-Jhrige. Es sei ein sehr angenehmes Kommunittsleben in Hnfeld, die Gemeinschaft sei sehr gut. Ihm sei es wichtig, immer ein offenes Ohr zu habe. „Die Qualitt des Ordenslebens hngt von jedem Einzelnen ab. Es ist aber auch wichtig, einen Ort zu schaffen, wo jeder Bruder einen Platz findet.“ Ein Superior sei nicht jemand, der von oben herab lenkt. „Es ist immer ein Miteinander.“ Wichtig sei es, die Weichen dafr zu stellen, dass das Haus eine gute Zukunft habe.

Am Montag, 21. Mai, dem Festtag des Ordensgrnders Eugen von Mazenod, wird die Verabschiedung von Pater Vogt und die Einfhrung von Pater Wolf im Bonifatiuskloster stattfinden. Ganz verabschieden wird sich der derzeitige Superior nicht. „Ich werde immer in Hnfeld zu tun haben“, verspricht Vogt.
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