25.04.2012
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Sonne bleibt, aber Streit geht weiter
Allerdings ist jetzt zumindest klar, das die „Sonne“ ihren Betrieb weiter fhren darf. Hohmann hatte den Wirten fristlos gekndigt, da diese die Immobilie nicht ordentlich behandelt und mit lauten Partys die Gste in Hohmanns benachbartem Hotel „Arte Altstadt Hotel“ belstigt htten. Der Streit trieb im Dezember 1000 Menschen auf die Strae, die fr den Verbleib der Kneipe demonstrierten. Die Brauerei und die Wirten pochen auf Einhaltung des Pachtervertrags, der bis Mrz 2018 luft.

In der ersten Verhandlung vor dem Landgericht machten die Richter klar, dass sie die Kndigung durch Hohmann fr ungerechtfertigt halten. Sie forderten die Parteien auf, sich auergerichtlich zu einigen. Gelinge das nicht, wollte die Kammer am Donnerstag ein Urteil sprechen.

Hohmann will Klage zurckziehen

Die Einigung kam nicht zustande. Am Dienstag kndigte Hohmann aber an, er ziehe die Rumungsklage zurck. Dies sei ein Zeichen des Entgegenkommens. Das Gericht setzte den Verkndungstermin daraufhin ab. Allerdings wird die Rcknahme der Klage nur wirksam, wenn die Brauerei und die Wirte ihr zustimmen. Das lehnen Dr. Christoph Kind und Marc-Oliver Reinhard, Anwlte der Pchter, ab: „Wir wollen ein Urteil – allein schon deshalb, damit Herr Hohmann nicht in ein paar Wochen eine neue Kndigung schickt“, sagt Kind. Er wolle, dass das Gericht dem Hausbesitzer klar mache, was dessen Pflichten sind – etwa dafr zu sorgen, dass sich die Rume der Kneipe im ordentlichen Zustand befinden. Das Gericht spricht sein Urteil nun Ende Mai.

Beide Seiten werfen der jeweiligen Gegenpartei vor, sie habe sich unnachgiebig gezeigt. Beide Seiten gingen von der Fortsetzung des Mietverhltnisses aus und nicht vom vorzeitigen Auszug der Kneipe gegen eine (hohe) Ablsezahlung. Strittig blieb vor allem, wer fr den Erhalt der Bausubstanz aufkommen soll. Hohmann rumt ein, dass er in dem Konflikt „ein bisschen forsch rangegangen“ sei. Doch er wolle eine Einigung. Angesichts der geringen Miete knne er jedoch nicht viel in das Haus investiere. „Wenn der Wirt teure Sanierungen will, msste die Miete hher sein“, sagt er. Zugleich zeige Diegelmann mit der Organisation von drei lauten Partys von Ende Mrz bis Mitte April, dass er keine Einigung wolle. „Dabei sind diese lauten Partys nicht nur eine Last fr meine Hotelgste, sondern auch illegal“, sagt Hohmann.

Vorwrfe an die Gegenseite

Diegelmann widerspricht: Es habe nur eine Party zum 11. „Sonne“-Geburtstag gegeben – mit Billigung der Stadt. Sein Anwalt betont, dass Hohmann zum Erhalt des Hauses verpflichtet sei – unabhngig von der Miethhe.
Hohmann schlgt nun vor, einen neutralen Vermittler („Mediator“) einzuschalten. Immerhin: Alle Beteiligten erklren, sie seien zu weiteren Gesprchen bereit. Angesichts der unvershnlichen Haltung beider Seiten ist es aber auch mglich, dass die Gerichte noch fter angerufen werden.
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