29.04.2012
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Anna Hahner luft Marathon knapp ber Norm
80 Meter oder 14 Sekunden trennen sie jedoch von ihrem groen Ziel, ihrer ersten Teilnahme an Olympischen Spielen im August in London. „Mein Olympia-Traum ist noch nicht zu 100 Prozent ausgetrumt“, erklrt die 22-Jhrige. „Mein Bundestrainer hat mir gesagt, der Deutsche Leichtathletik-Verband wird mich trotzdem vorschlagen. Ich soll eine Sondergenehmigung erhalten, weil ich noch so jung bin und erstmals Marathon gelaufen bin“, nennt sie die plausible Erklrung. Aber letztendlich liege es am Olympischen Komitee, das fr die Nominierung zustndig ist und diese Ende Juni bekannt geben wird.

Aber zurck zum Rennen. Bis Kilometer 35 lief alles nach Plan. Mit ihrem Vereinskollegen Thomas Dold und Matthias Mller sowie in der ersten Hlfte Daniel Weiser als Pacemaker spulte Anna Hahner Kilometer fr Kilometer in einem Schnitt von 3:33 Minuten runter, fhlte sich gut. „Der Mann mit dem Hammer kam nie“, blickt sie zurck, ihr ging es auf der kompletten Distanz gut. Whrend Dold bei Kilometer 30, 31 aus dem Rennen ging – „Er hat unheimlich viel gearbeitet“, so Anna Hahner – berholte sie bei Kilometer 36 Mller und lief fortan alleine. Schtzenhilfe bekam sie von Schwester Lisa, die sie fortan mit dem Rad begleitete und deshalb keine Hand mehr frei hatte, um die Fans via Facebook auf dem Laufenden zu halten. „Natrlich durfte Lisa nicht neben mir fahren, sondern 20 bis 25 Meter vor mir.
Aber so konnte ich mich an ihr orientieren und die ideale Lauflinie finden“, erklrt sie die taktische Manahme.

Dann merkte die Rimmelserin, dass sie zu langsam war, statt 3:33 nur 3:42 Minuten lief. Auf den letzten zwei Kilometer gab sie noch einmal alles, ehe endlich die Zielgerade in Sicht kam. „Die war fr mich unheimlich lang. Ich sah im Ziel die Uhr und die Minuten rinnen“, denkt Anna daran – und dann war es passiert: Der Display zeigte 2:30 Stunden, die Olympianorm, und Anna war noch nicht im Ziel – erst jene 14 Sekunden spter. „Egal, ich war mega happy.“ Natrlich sei es rgerlich, 14 Sekunden zu langsam zu sein, gerade bei 42,195 Kilometern, aber nach zweimaligem Durchschnaufen setzte sie wieder ihr strahlendes Lcheln auf und bereitete sich auf den nchsten Marathon vor, den Interview-Marathon.

Ein Interview mit Anna Hahner nach dem Marathon-Lauf lesen Sie in der Printausgabe der Fuldaer Zeitung am Montag.
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