24.06.2012
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Bewohner der Stadtstrae organisieren Fest der Ritter
„Wir wollen das moderne Leben an diesem Wochenende mal richtig aussperren“, erklrt Guido Santrowsky, der in der Stadtstrae wohnt und das groe Mittelalterfest mitorganisiert. Armbanduhren, Handys und andere Accessoires des 21. Jahrhunderts sind bei den Teilnehmern des Ritterfestes verpnt.

Fr die Anwohner der Stadtstrae, eine der ltesten Straen in Burghaun, ist es nicht das erste Straenfest, dass sie organisieren. „Anfangs waren es wirklich nur Feste fr die Bewohner und Freunde, aber letztes Jahr hatten wir ber 400 Besucher“, erklrt Guido Santrowsky. Von der Gemeinde seien sie dann angesprochen worden, ob sie fr die 750-Jahr-Feier wieder ein Fest machen wollten. Fr die Stadtstraenbewohner eine Ehrensache, zuzusagen.

Seit etwa einem halben Jahr laufen jetzt die Planungen. ber die Gemeinde wurden die Aussteller und Mittelaltergruppen angeschrieben, die Anwohner organisieren den Rest. Extra fr das groe Fest wurde die alte Scheune renoviert, wo am Wochenende Wein und Met ausgeschenkt werden. Die Getrnke zu probieren und auszuwhlen, war ebenfalls Aufgabe der Anwohner – natrlich eine der schwersten Herausforderungen, wie sie augenzwinkernd mitteilen.

Als groen Hhepunkt des Festes werden die Anwohner ihren mittelalterlichen Backofen anschren und wie in alten Zeiten Brot backen. Vier bis fnf Mal im Jahr nutzen die Stadtstraler den Ofen, um fr den eigenen Bedarf zu backen. Diesmal sollen hunderte von Besuchern versorgt werden. Silke Appelt, Manuela Maul, Sabine Eckel und Lisa Kneisel bereiten sich schon darauf vor, rund 300 Kilo Teig zu kneten, den sie dann am Wochenende verbacken werden. „Mit so einem alten Ofen umzugehen, ist gar nicht so einfach.

In ein paar Minuten auf die richtige Temperatur bringen, kann man den nicht“, erlutert Silke Appelt, die gelernte Bckerin ist. Schon einen Tag vorher muss der Ofen angefeuert werden, dann mssen die Bcker darauf achten, dass die Temperatur stimmt. Frher habe man ein Gerstenkorn in den Ofen gelegt, erklren die Bckerinnen. Wenn das anfing, dunkel zu werden, war die richtige Backtemperatur erreicht. „Wir haben aber heute ein Thermometer“, gibt Silke Appelt lachend zu.
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