25.06.2012
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Weniger Plakate, einheitliche Schirme
Brgermeister und Ordnungsdezernent Dr. Wolfgang Dippel (CDU) spricht von „berplakatierung“ und „bermblierung“. Er sieht Handlungsbedarf: „Wir mssen Fehlentwicklungen der vergangenen Jahre korrigieren und wieder Ordnung schaffen“, sagt Dippel. Die Nutzung des ffentlichen Raums sei „ausgeufert“. Nach langen Beratungen in den Ausschssen entscheidet das Stadtparlament heute abschlieend ber die Satzung.

Weniger Werbung

Vor allem fr Einzelhandel und Gastronomie bringen die Vorgaben Vernderungen mit sich: So wird die Zahl der Warenauslagen – darunter fallen Whltische und Kleiderstnder – begrenzt. Diese drfen auch nicht berall stehen. Fr Fugnger (und Rollstuhlfahrer) muss eine Gehwegbreite von 1,60 Meter verbleiben. „Wir wollen die Barrierefreiheit im ffentlichen Raum verbessern“, sagt Stadtpressesprecher Michael Schwab.

Nchstes Thema: Plakatierung. Im Barockviertel, in der Fugngerzone, aber auch in der Friedrichstrae drfen keine Plakatstnder aufgestellt werden. Gleiches gilt fr Ampeln, Mittelstreifen, Verkehrsinseln oder Brckengelnder. Nach maximal drei Wochen muss ein Plakat wieder abgehngt werden. Und es darf in der Regel nur fr Veranstaltungen geworben werden, die auch in der Stadt stattfinden. Fr Petersberg, Knzell und Eichenzell macht die Stadt Ausnahmen; genauso wie fr Parteien und Whlergemeinschaften im Wahlkampf.

Stuhl und Schirm

Das Stadtbild soll durch die Neuerungen der Satzung einheitlicher werden: So mssen sich Tische, Sthle und Bnke, die Gastronomen drauen aufstellen, „stdtebaulich und stadtgestalterisch einfgen“, wie es heit. Festzeltgarnituren und einfachste Plastikmbel sind tabu. Form, Material und Farbe sollen einheitlich sein, sprich: ein Restaurant, eine Art von Stuhl. Vernderung auch bei den Sonnenschirmen: Bisher sind in der Stadt viele Schirme blau. Knftig nicht mehr. Dann gilt: Entweder rot, wei oder grn. Zwei Jahre lang haben die Gastronomen dann Zeit, neue Schirme anzuschaffen.

Streitpunkte

Die Stadt ist im Zuge der Neufassung der Satzung auf verschiedene Interessensgruppen zugegangen, darunter die Trger der freien Wohlfahrtspflege, der Hndler-Verein City-Marketing und die Interessengemeinschaft barrierefreies Fulda (IGbFD). Letztere hatte sich fr eine Durchgangsbreite auf dem Fuweg von 1,80 Meter ausgesprochen, was auf Kritik unter anderem seitens der Hndler stie, weil dann in Teilen des Stadtgebiets keine Auslage mehr mglich wre. Gerade das Thema Durchgangsbreite drfte heute Diskussionen hervorrufen.
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