27.06.2012
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Wird die Sinntal-Bahn zum Radweg?
Mit einem einstimmigen Beschluss haben die Sinntaler Gemeindevertreter den Gemeindevorstand aufgefordert, den derzeitigen Stand des Entwidmungsverfahrens der Bahn-Nebenstrecke von Jossa und Wildflecken festzustellen. Ferner soll das Gremium prfen, ob auf der Trasse innerhalb der Gemarkung Altengronau ein Radweg mit Anbindung nach Zeitlofs und Jossa realisiert werden knne und ob die Gemeinde Zeitlofs in das Projekt einsteige.

Diesen Beschluss fllten die Kommunalpolitiker, nachdem der entsprechende CDU-Antrag im Bauausschuss behandelt worden war. Die im Ursprungsantrag vorgesehenen weitere Prfungen zum Hochwasserschutz, zur Nutzung als Ausweichstrecke sowie zu mglichen Kosten und Zuschssen, stand whrend der Entscheidung am Montagabend nicht mehr zur Debatte. Zu unsicher ist derzeit, ob die Trasse nicht doch noch reaktiviert wird. Denn, so erluterte CDU-Fraktionsvorsitzender Gnter Walther, er habe „mit berraschung“ registriert, dass sich bereits eine Interessengemeinschaft Sinntalbahn-Kreuzbergbahn gegrndet habe. Als Vorbild werde oft die Ilztalbahn zwischen Passau und Freyung angefhrt.

Diesen Vergleich aber will Walther nicht gelten lassen und rechnet vor: An den 32 Betriebstagen pro Jahr nutzen jeweils 800 Fahrgste die Strecke durch den Bayerischen Wald – 750 sind ntig, dass die Bahn in die Gewinnzone fhrt. „Die 75 000-EinwohnerStadt am einen Ende der Bahn und der Bayerische Wald als Urlaubsregion am anderen haben einen ganz anderen touristischen Hintergrund als Jossa und Wildflecken. Ich frage deshalb: Wo sollen hier denn die Fahrgste herkommen“, argumentierte Walther. Sein Resmee: „Die Sinntal-Bahn knnte niemals wirtschaftlich betrieben werden.“

berzeugungsarbeit musste er allerdings nicht wirklich leisten. Dem gekrzten Antrag der Sinntaler Christdemokraten stimmten die Gemeindevertreter ohne weitere Wortmeldungen am Ende einstimmig zu.
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