06.07.2012
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Grob-Analyse der Klranlagen zeigt hohes Einsparpotenzial
In der jngsten Sitzung der Gemeindevertretung im Nieder-Mooser Kulturhaus Alte Schule teilte Brgermeister Friedel Kopp (parteilos) das Ergebnis einer ersten Analyse mit. Demnach lohnt sich die Umrstung insbesondere bei zwei der sechs Anlagen. Untersucht wurde, wie die Einrichtungen im berrtlichen Vergleich hinsichtlich des Stromverbrauchs abschneiden.

Groe Unterschiede gibt es bereits aufgrund der eingesetzten Technik. In Holzmhl, Gunzenau und Reinhards betreibt die Gemeinde Scheibentauchkrperanlagen mit Vorklrteichen. Diese sind nicht so energieintensiv wie die mit Belebtschlamm arbeitenden Anlagen in Fleschenbach, Radmhl oder Nieder-Moos.

„Die Analyse hat ergeben, dass in Nieder-Moos auf jeden Fall etwas geschehen sollte. Dort besteht das grte Einsparpotenzial“, erlutert Kopp gegenber unserer Zeitung. In Holzmhl und Radmhl wurde in den vergangenen Jahren investiert, weshalb dort kein akuter Handlungsbedarf zu erwarten sei.

In Nieder-Moos dagegen wurden in den vergangenen beiden Jahren jeweils etwa 82000 Kilowattstunden Strom verbraucht. „Theoretisch knnten wir pro Jahr 55 000 Kilowattstunden einsparen. Das macht eine Ersparnis von etwa 10 000 bis 11 000 Euro aus“, sagt der Rathauschef. 95 Prozent der vergleichbaren Anlagen seien bezogen auf die Einwohnerzahl gnstiger im Verbrauch. Ausgelegt ist die Nieder-Mooser Anlage auf 2400 Einwohnergleichwerte. Einbezogen worden in den Vergleich seien aber nur 689 Einwohner. Der Campingplatz werde nicht bercksichtigt. Holzmhl mit seinen 1450 Einwohnergleichwerten schneide dagegen sehr gut ab: Lediglich zehn Prozent der in den Vergleich einbezogenen Anlagen sind sparsamer. Die brigen Klranlagen der Gemeinde landeten im Mittelfeld.

Die genannten Zahlen sind lediglich vorlufig. Genauere Informationen und vor allem Anhaltspunkte fr konkrete Investitionen sollen bis zum Jahresende vorliegen. Der Gemeindevorstand hat einen Auftrag in Hhe von 30 000 Euro an die Fuldaer Firma GKU Gesellschaft fr kommunale Umwelttechnik mbH – eine Tochter des Energieversorgers WAG – vergeben. „Die GKU-Analyse soll in vier Monaten vorliegen“, sagt Kopp. Er hoffe auf einen Landeszuschuss in Hhe von bis zu 75 Prozent. „Wenn wir von dem Landesprogramm partizipieren, dann mssen wir die in der Analyse vorgeschlagenen Einsparmanahmen innerhalb von zwei Jahren umsetzen – auch wenn das Investitionen von 100 000 Euro erfordern wrde.“
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