Als Wildschadensschtzer ist er die letzte auergerichtliche Instanz. Seit 15 Jahren ist Manfred Weitzel Wildschadenschtzer. Mehrfach wurde der Holzmhler von der Freiensteinauer Gemeindevertretung neu mit dieser Aufgabe betraut. Viel zu tun hatte der 64-Jhrige Rentner in jngster Zeit allerdings nicht. Der Grund ist in Weitzels Position in der Abfolge des Verfahrens (siehe Kasten) zu sehen. Meistens wird der Schaden im jeweiligen Dorf reguliert.
Zustndig sind Weitzel und sein Stellvertreter Paul Wies (Ober-Moos) „fr alle Schden in der Flur“. Dazu gehren Wiesen ebenso wie Getreide- oder Maisfelder. „Feuchte Wiesen und Weizen in der Teigreife – dann sind die Krner noch weich – fressen die Wildschweine gerne. Wir haben hier eine Wiese, ber die ste einer Eiche hngen. Da sieht man genau, wo sie lang gehen“, erlutert Weitzel mit Blick auf die Vorliebe des Schwarzwildes fr Eicheln und Bucheckern. Ein anderes Tier, das den Landwirten Sorgen bereitet, ist der Waschbr. Allein in Holzmhl sind seit April 19 davon im Wald gefangen worden: „Einer war sogar hier im Ort auf einem Fruchtboden.“
Drauen auf dem Acker lasse sich aber leicht feststellen, ob ein Schaden an der Ernte durch ein Wildschwein oder einen Waschbren verursacht wurde: „Das Schwarzwild hinterlsst einen kreisfrmigen Kessel im Weizen, kaut den Maiskolben richtig durch und saugen die Milch raus. Im Gras holen sie dagegen die Knollen raus und whlen nach Engerlingen.“
Da die Jagdpchter – in manchen Orten auch die Jagdgenossenschaften – fr Schden an der Ernte aufkommen mssen, haben sie ein Interesse daran, die Zahl des Schwarzwildes gering zu halten. So wurden in der Holzmhler Gemarkung „in den letzten fnf Wochen drei Wildschweine geschossen“. Da diese Tiere in einer Nacht durchaus 60 Kilometer zurcklegen, bedeutet das nicht, dass es in Holzmhl nun keine Wildschweine mehr gebe – so wie frher. Der ehemalige Berufskraftfahrer hat eine Idee, seit wann die „Schwarzkittel“ zu einem Problem geworden sind: „Der Frst zu Isenburg hatte im Aurora-Wald einen Saupark. Der Orkan Wiebke hat die Gatter umgehauen – seitdem haben wir die Plage, auch wenn schon etliche Schweine geschossen wurden.“
Die Dienste von Manfred Weitzel werden recht selten in Anspruch genommen. So verwundert es nicht, dass er sich noch an seinen ersten Fall erinnert. „Das war noch zu D-Mark-Zeiten. Ein Weidenauer Bauer wollte fr seinen Schaden im Maisfeld 2500 Mark haben, der Pchter bot ihm 1200 Mark bar auf die Hand“, erzhlt Weitzel. Es kam, wie es kommen musste: Er hat die zerwhlte Stelle ausgemessen. Herausgekommen ist ein Schaden von 600 Mark, von denen noch die Kosten fr den Schtzer abgezogen wurden. Die Hhe der Entschdigung legt der Vater von drei erwachsenen Kindern nicht nach Gutdnken fest. Dafr gibt es Tabellen, die regelmig aktualisiert werden. „Sie enthalten Preise und einen Ertrag pro Hektar, der je nach Bodenart unterschiedlich ausfllt. Was anderes als diese Tabellen interessiert mich nicht“, betont Manfred Weitzel.
Zustndig sind Weitzel und sein Stellvertreter Paul Wies (Ober-Moos) „fr alle Schden in der Flur“. Dazu gehren Wiesen ebenso wie Getreide- oder Maisfelder. „Feuchte Wiesen und Weizen in der Teigreife – dann sind die Krner noch weich – fressen die Wildschweine gerne. Wir haben hier eine Wiese, ber die ste einer Eiche hngen. Da sieht man genau, wo sie lang gehen“, erlutert Weitzel mit Blick auf die Vorliebe des Schwarzwildes fr Eicheln und Bucheckern. Ein anderes Tier, das den Landwirten Sorgen bereitet, ist der Waschbr. Allein in Holzmhl sind seit April 19 davon im Wald gefangen worden: „Einer war sogar hier im Ort auf einem Fruchtboden.“
Drauen auf dem Acker lasse sich aber leicht feststellen, ob ein Schaden an der Ernte durch ein Wildschwein oder einen Waschbren verursacht wurde: „Das Schwarzwild hinterlsst einen kreisfrmigen Kessel im Weizen, kaut den Maiskolben richtig durch und saugen die Milch raus. Im Gras holen sie dagegen die Knollen raus und whlen nach Engerlingen.“
Da die Jagdpchter – in manchen Orten auch die Jagdgenossenschaften – fr Schden an der Ernte aufkommen mssen, haben sie ein Interesse daran, die Zahl des Schwarzwildes gering zu halten. So wurden in der Holzmhler Gemarkung „in den letzten fnf Wochen drei Wildschweine geschossen“. Da diese Tiere in einer Nacht durchaus 60 Kilometer zurcklegen, bedeutet das nicht, dass es in Holzmhl nun keine Wildschweine mehr gebe – so wie frher. Der ehemalige Berufskraftfahrer hat eine Idee, seit wann die „Schwarzkittel“ zu einem Problem geworden sind: „Der Frst zu Isenburg hatte im Aurora-Wald einen Saupark. Der Orkan Wiebke hat die Gatter umgehauen – seitdem haben wir die Plage, auch wenn schon etliche Schweine geschossen wurden.“
Die Dienste von Manfred Weitzel werden recht selten in Anspruch genommen. So verwundert es nicht, dass er sich noch an seinen ersten Fall erinnert. „Das war noch zu D-Mark-Zeiten. Ein Weidenauer Bauer wollte fr seinen Schaden im Maisfeld 2500 Mark haben, der Pchter bot ihm 1200 Mark bar auf die Hand“, erzhlt Weitzel. Es kam, wie es kommen musste: Er hat die zerwhlte Stelle ausgemessen. Herausgekommen ist ein Schaden von 600 Mark, von denen noch die Kosten fr den Schtzer abgezogen wurden. Die Hhe der Entschdigung legt der Vater von drei erwachsenen Kindern nicht nach Gutdnken fest. Dafr gibt es Tabellen, die regelmig aktualisiert werden. „Sie enthalten Preise und einen Ertrag pro Hektar, der je nach Bodenart unterschiedlich ausfllt. Was anderes als diese Tabellen interessiert mich nicht“, betont Manfred Weitzel.