Thringen kommt nach Angaben von Landesumweltminister Jrgen Reinholz (CDU) bei der Erweiterung der Flchen des Unesco-Biosphrenreservats Rhn langsamer voran als gedacht. Nicht im Sommer, wie ursprnglich geplant, sondern voraussichtlich erst zum Jahresende knne ein mit den betroffenen Regionen abgestimmter Vorschlag fr die Erweiterung der Schutzzonen vorgelegt werden, sagte Reinholz im Gesprch mit der Nachrichtenagentur dpa. «Das Problem ist nicht die Erweiterung der Kernzone, fr die wir Staatswald nutzen. Diskussionen gibt es um die Pflegezone.»
Fr die Sicherung des Unesco-Titels erweitern auch die Nachbarlnder Hessen und Bayern, in denen die Rhn ebenfalls liegt, das Naturreservat. Es mssen mindestens drei Prozent der Flche als Kernzone ausgewiesen sein. Die Flche von Kern- und Pflegezonen mssen zusammen 20 Prozent des Gebiets ausmachen. Die nchste berprfung, ob die Rhn die Kriterien fr ein Unesco-Biosphrenreservat erfllt, steht 2013 an.
Voraussichtlich am 24. August will sich der thringische Minister Reinholz mit Vertretern der Region treffen. Dazu sollen unter anderem Reprsentanten von Agrarbetrieben sowie Landbesitzer gehren, aber auch Abgeordnete. «So unproblematisch wie beim Biosphrenreservat Vessertal luft die Erweiterung in der Rhn nicht», sagte Reinholz. Bei dem Gesprch wolle er auch auf die ngste der Betroffenen eingehen. «Die Rhn war in der DDR Grenzstreifen. Manche haben Angst, dass sie durch die Hintertr wieder enteignet werden», sagte er. Diese ngste wolle er den Menschen nehmen.
In der Pflegezone, die um 3823 Hektar erweitert werden muss, ist nur eine naturnahe Nutzung von Wald und Wiesen erlaubt. Bisher ist die Pflegezone im Thringer Teil der Rhn etwa 4500 Hektar gro.
Zudem muss Thringen die Kernzone nach Angaben von Reinholz fast verdoppeln - zu den vorhandenen 763 Hektar sollen 705 Hektar hinzu kommen. «Wir hatten gehofft, dass sich die Kommunen mit Flchen fr die Kernzone beteiligen. Aber sie haben leider bisher keine Bereitschaft signalisiert.» Da sich Thringens CDU/SPD-Landesregierung ohnehin darauf verstndigt habe, langfristig 25 000 Hektar Staatswald aus der forstwirtschaftlichen Nutzung zu nehmen, wrden gut 700 Hektar aus dem Besitz des Landes fr die Kernzone genutzt.
Der moderierte Diskussionsprozess um den Erhalt des Unesco-Naturreservats, zu dem das Thringer Umweltministerium alle Betroffenen eingeladen und ein Planungsbro beauftragt hatte, sei bisher nicht so erfolgreich verlaufen wie gehofft, sagte Reinholz. Die Einteilung der verschiedenen Zonen solle so erfolgen, dass sie den Belangen des Naturschutzes, aber auch der Land- und Forstwirtschaft sowie dem fr die Region wichtigen Naturtourismus Rechnung trgt. «Letztlich geht es um die Einigung auf einen Flchenplan. Die Region soll das Konzept mittragen. Es wird nach den besten Varianten gesucht», sagte Reinholz.
Hintergrund
Die Rhn, ein Vulkangebirge, das sich von Hessen bis nach Thringen und Bayern erstreckt, war 1991 von der Unesco als Biosphrenreservat anerkannt worden. Der Titel fr das insgesamt etwa 185 000 Hektar groe Gebiet soll 2013 berprft werden. Auf Hessen entfallen rund 63 500 Hektar. Thringen hat circa 49 000 Hektar des Reservats. Der grte Teil mit rund 73 000 Hektar liegt auf bayerischem Terrain.
Fr die Sicherung des Unesco-Titels erweitern auch die Nachbarlnder Hessen und Bayern, in denen die Rhn ebenfalls liegt, das Naturreservat. Es mssen mindestens drei Prozent der Flche als Kernzone ausgewiesen sein. Die Flche von Kern- und Pflegezonen mssen zusammen 20 Prozent des Gebiets ausmachen. Die nchste berprfung, ob die Rhn die Kriterien fr ein Unesco-Biosphrenreservat erfllt, steht 2013 an.
Voraussichtlich am 24. August will sich der thringische Minister Reinholz mit Vertretern der Region treffen. Dazu sollen unter anderem Reprsentanten von Agrarbetrieben sowie Landbesitzer gehren, aber auch Abgeordnete. «So unproblematisch wie beim Biosphrenreservat Vessertal luft die Erweiterung in der Rhn nicht», sagte Reinholz. Bei dem Gesprch wolle er auch auf die ngste der Betroffenen eingehen. «Die Rhn war in der DDR Grenzstreifen. Manche haben Angst, dass sie durch die Hintertr wieder enteignet werden», sagte er. Diese ngste wolle er den Menschen nehmen.
In der Pflegezone, die um 3823 Hektar erweitert werden muss, ist nur eine naturnahe Nutzung von Wald und Wiesen erlaubt. Bisher ist die Pflegezone im Thringer Teil der Rhn etwa 4500 Hektar gro.
Zudem muss Thringen die Kernzone nach Angaben von Reinholz fast verdoppeln - zu den vorhandenen 763 Hektar sollen 705 Hektar hinzu kommen. «Wir hatten gehofft, dass sich die Kommunen mit Flchen fr die Kernzone beteiligen. Aber sie haben leider bisher keine Bereitschaft signalisiert.» Da sich Thringens CDU/SPD-Landesregierung ohnehin darauf verstndigt habe, langfristig 25 000 Hektar Staatswald aus der forstwirtschaftlichen Nutzung zu nehmen, wrden gut 700 Hektar aus dem Besitz des Landes fr die Kernzone genutzt.
Der moderierte Diskussionsprozess um den Erhalt des Unesco-Naturreservats, zu dem das Thringer Umweltministerium alle Betroffenen eingeladen und ein Planungsbro beauftragt hatte, sei bisher nicht so erfolgreich verlaufen wie gehofft, sagte Reinholz. Die Einteilung der verschiedenen Zonen solle so erfolgen, dass sie den Belangen des Naturschutzes, aber auch der Land- und Forstwirtschaft sowie dem fr die Region wichtigen Naturtourismus Rechnung trgt. «Letztlich geht es um die Einigung auf einen Flchenplan. Die Region soll das Konzept mittragen. Es wird nach den besten Varianten gesucht», sagte Reinholz.