Bravo-Rufe erhielt im Festspielhaus am Mittwochabend neben der russischen Operndiva Netrebko in der Rolle der Mimi besonders der polnische Tenor Piotr Beczala als ihr Liebhaber Rodolfo.
Zurckhaltenden Applaus und einige Buh-Bekundungen gab es fr die Inszenierung. Puccinis Oper um gescheiterte Liebesbeziehungen im Pariser Bohmien-Milieu hungerleidender Knstler des 19. Jahrhunderts wurde in die Moderne verlegt - zwischen konsumorientierten Weihnachtsrummel und trostlose Pommes-Buden an Autobahnauffahrten.
Der neue Intendant Alexander Pereira hatte schon vor Beginn der Festspiele angekndigt, den Puccini-Bann zu brechen und erstmals auch so Populres wie La Bohme zu spielen. Gleichzeitig werden diese 92. Salzburger Festspiele lnger und teurer denn je. Am Ende ldt man zum glamoursen Festspielball. Auf der Suche nach Wachstum ffnet sich Salzburg dabei immer mehr zahlreichen Sponsoren.