Die Intention der Kerbersdorfer und Hintersteinauer Eltern, Lehrer und Ortsvorsteher sowie die des Bad Soden-Salmnsterer Brgermeisters Lothar Bttner (parteilos) und seines Steinauer Amtskollegen Walter Strauch (SPD) ist klar: Die Grundschulen in den Stadtteilen sollen erhalten bleiben. Untersttzung bekommen sie von zahlreichen Einwohnern, die mit Transparenten und Schildern im Bad Sodener Konzertsaal Platz genommen haben.
So sieht sich Kreisschuldezernent Zach einer gelben Phalanx gegenber. Einer, die seinen Argumenten nicht so ganz folgen will. Der demographische Wandel sei nicht wegzudiskutieren. Somit seien die Schulschieungen die einzige Mglichkeit, um eine Schullandschaft zu gestalten, die – und das ist neu – ber das Jahr 2018/19 stabil sei. Auerdem wolle er das Angebot der Ganztagsschulen ausbauen und eine gehobene technische Ausstattung zur Verfgung stellen.
Zweischneidige Kreispolitik
Barbara Gregor von der Leitstelle fr ltere Brger des Landkreises erlutert daraufhin die Entwicklung im Main-Kinzig-Kreis, spricht davon, dass die Gesellschaft immer lter werde und dass im Kreis seit 1972 das „bestandserhaltende Bevlkerungsniveau nicht mehr erreicht worden sei. Auch in Bad Soden-Salmnster lgen die Sterbezahlen ber denen der Geburten, und der Saldo zwischen Zu- und Abwanderungen sei negativ. Auf die Stadtteile kann sie die Zahlen nicht herunterbrechen.
So hlt der Kerbersdorfer Ortsvorsteher Winfried Weber entgegen, dass die Geburtenzahlen in seinem Stadtteil stabil seien. Junge Familien seien gar wegen der Schule dort hin gezogen. Um fr diese zu kmpfen und um die Zweischneidigkeit in der Kreispolitik aufzuzeigen, hat der Verein der Freunde und Frderer der Grundschule Kerbersdorf das Projekt „Lasst die Schule im Dorf“ ins Leben gerufen. Damit hat er sich fr den Demografie-Preis des Kreises beworben. Und Lothar Bttner unterstreicht: „Die Schlerzahlen in Kerbersdorf sind fr den Schulentwicklungsplan ausreichend. Der Stadtteil ist ein Beleg wie es funktioniern sollte. Dabei sollten wir es belassen!“
Warum Kindern das antun?
Das sieht auch Hintersteinaus Ortsvorsteher Alexander Link fr seinen Ort so: „Wir haben seit 1961 stabile Bevlkerungszahlen von 750 bis 800 Menschen. Die Altersgruppe der unter 35-Jhrigen stabilisiert sich“, erklrt er
Auch whrend des zweiten Blocks, in dem finanzielle Aspekte diskutiert werden, weht Zach Gegenwind entgegen. Zumal der Leiter des fr die Schulen zustndigen Amtes 65 in der Kreisverwaltung, Joachim Peter, besttigt, dass die beiden Schulen keineswegs sanierungsbedrftig seien und die Mittelwerte der Kosten pro Schler im unteren Bereich lgen. Besondere Emprung lst Zach aber mit der Aussage aus, dass durch die ffentliche Schlerbefrderung die roten Zahlen der Kreisverkehrsgesellschaft teilweise kompensieren.
„Warum sollen wir es Kindern antun, sie in einen Bus zu packen, wenn Schdigungen durch Stress und Aggressionen vermieden werden knnten?“, fragt der Kerbersdorfer Schulleiter Andreas Schmidt zur Schlerbefrderung. Der Kreisschuldezernent will indes an Grundschulen generell Probleme mit Lernfhigkeiten, Aggressionen und psychischen Aufflligkeiten ausgemacht haben. ber kurz oder lang werde die Schulsozialarbeit auch an kleinen Grundschulen ntig, aber das knne man sich derzeit nicht leisten. Als Beispiel fhrt Zach die Kthe-Kollwitz-Schule in Langenselbold an: Bis zu einem Vorfall vor wenigen Tagen habe man auch diese Schule fr ungefhrdet gehalten. Applaus erhlt Zach dafr nicht. Im Gegensatz zu seinem Gegenredner Link, der am Ende feststellt: „Ich sehe: Kosten knnen nicht entscheidungsrelevant sein. Deshalb muss es heien: Kurze Beine, kurze Wege – lasst die Schule im Dorf.“
So sieht sich Kreisschuldezernent Zach einer gelben Phalanx gegenber. Einer, die seinen Argumenten nicht so ganz folgen will. Der demographische Wandel sei nicht wegzudiskutieren. Somit seien die Schulschieungen die einzige Mglichkeit, um eine Schullandschaft zu gestalten, die – und das ist neu – ber das Jahr 2018/19 stabil sei. Auerdem wolle er das Angebot der Ganztagsschulen ausbauen und eine gehobene technische Ausstattung zur Verfgung stellen.
Zweischneidige Kreispolitik
Barbara Gregor von der Leitstelle fr ltere Brger des Landkreises erlutert daraufhin die Entwicklung im Main-Kinzig-Kreis, spricht davon, dass die Gesellschaft immer lter werde und dass im Kreis seit 1972 das „bestandserhaltende Bevlkerungsniveau nicht mehr erreicht worden sei. Auch in Bad Soden-Salmnster lgen die Sterbezahlen ber denen der Geburten, und der Saldo zwischen Zu- und Abwanderungen sei negativ. Auf die Stadtteile kann sie die Zahlen nicht herunterbrechen.
Kommentar im Print
In unserer Printausgabe am Donnerstag lesen Sie einen Kommentar zu dem Thema.
Warum Kindern das antun?
Das sieht auch Hintersteinaus Ortsvorsteher Alexander Link fr seinen Ort so: „Wir haben seit 1961 stabile Bevlkerungszahlen von 750 bis 800 Menschen. Die Altersgruppe der unter 35-Jhrigen stabilisiert sich“, erklrt er
Auch whrend des zweiten Blocks, in dem finanzielle Aspekte diskutiert werden, weht Zach Gegenwind entgegen. Zumal der Leiter des fr die Schulen zustndigen Amtes 65 in der Kreisverwaltung, Joachim Peter, besttigt, dass die beiden Schulen keineswegs sanierungsbedrftig seien und die Mittelwerte der Kosten pro Schler im unteren Bereich lgen. Besondere Emprung lst Zach aber mit der Aussage aus, dass durch die ffentliche Schlerbefrderung die roten Zahlen der Kreisverkehrsgesellschaft teilweise kompensieren.
„Warum sollen wir es Kindern antun, sie in einen Bus zu packen, wenn Schdigungen durch Stress und Aggressionen vermieden werden knnten?“, fragt der Kerbersdorfer Schulleiter Andreas Schmidt zur Schlerbefrderung. Der Kreisschuldezernent will indes an Grundschulen generell Probleme mit Lernfhigkeiten, Aggressionen und psychischen Aufflligkeiten ausgemacht haben. ber kurz oder lang werde die Schulsozialarbeit auch an kleinen Grundschulen ntig, aber das knne man sich derzeit nicht leisten. Als Beispiel fhrt Zach die Kthe-Kollwitz-Schule in Langenselbold an: Bis zu einem Vorfall vor wenigen Tagen habe man auch diese Schule fr ungefhrdet gehalten. Applaus erhlt Zach dafr nicht. Im Gegensatz zu seinem Gegenredner Link, der am Ende feststellt: „Ich sehe: Kosten knnen nicht entscheidungsrelevant sein. Deshalb muss es heien: Kurze Beine, kurze Wege – lasst die Schule im Dorf.“