17.08.2012
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Windkraftanlagen Thema im Ortsbeirat: Zuhrer besorgt
Es schien eine Sitzung an einem lauen Sommerabend unter Lindenbumen im Freien zu werden. Dann kam jedoch die Hausmeisterin und schloss leicht versptet den Huttenkeller des Schleifrashofes in Salmnster auf, wo das Gremium dann weiter tagte.

Ortsvorsteher Eckehardt Wolter mahnte den Zustand des Grundstcks am ehemaligen La Cassaccia an. Es werde offenbar als Abstellplatz fr Schrott-Wohnwagen genutzt und sei mit Stacheldraht eingezunt, der innerorts nicht erlaubt sei. Da msse sich etwas  ndern. Reaktionen aus dem Rathaus zum Protokoll der letzten Sitzung knne er nicht mitteilen, weil es noch keine Antwort gebe, sagte Wolter und teilte mit, dass es in es zwei bis drei Wochen eine gemeinsame Sitzung des Magistrates und des Ortsbeirates zum Thema Frankfurter Strae geben werde.

Relativ schnell war die Anfrage der Bahn nach Farbvorschlgen fr zu errichtende Lrmschutzwnde abgehandelt und mit Mehrheit beschlossen. Wolter regte an, dass die Wnde an beiden Seiten gleich lang sein sollten und auch am Friedhof keine Lcke entstehen drfe, um Reflektionszonen zu vermeiden. Bezglich der Hhe und der Qualitt des Lrmschutzes will der Ortsvorsteher nachfragen.

Grner Lrmschutz

Eingehend diskutierten der Ortsbeirat und Brger den Punkt „Bauleitplanung Teilflchenutzungsplan Erneuerbare Energien“ und das Gremium nahm ihn ohne Abstimmung zur Kenntnis. „Wir haben heute nur zur Kenntnis zu nehmen, dass die Stadtverordnetenversammlung einen Weg beschreitet, der noch lange nicht zu Ende ist“, sagte Wolter und verwies auf noch ausstehende Untersuchungen. Das Parlament wnsche eine hohe Brgerbeteiligung. „Wir mchten sehr gerne, dass es eine Genossenschaft gibt, die zumindest einen Teil finanziert. Es sollte mit mglichst viel Kapital aus der Stadt gebaut werden“, sagte er und nannte drei bis vier Millionen Euro als Kosten fr ein Windrad. „Fnf Millionen“, wandte Stadtrat Burkhard Kornherr ein und Wolter erluterte, dass die Anlage mglicherweise in 20 Jahren zurck gebaut werde, weil der Vertrag so lange laufen solle.

Zuhrer uerten massive Bedenken gegen eine Windkraftanlage so nahe an Wohngebieten. „Die Weltgesundheitsorganisation schreibt zwei Kilometer vor, wenn man zu den jetzt anvisierten 1000 Metern nur 300 zugibt, gibt es in ganz Bad Orb und Bad Soden-Salmnster keine Flche“, fhrte Werner Auhl an und regte an, sich ber die Auswirkungen des Intraschalls zu informieren.

Mgliche Auswirkungen auf die Gesundheit, auf den Kurbetrieb und auch auf die Reaktionen der Gste mssten beachtet werden. „Trotz Pachteinnahmen knnte es eine Minusrechnung werden, wenn die Kur darunter leidet“, sagte Michel Buchhold. Andere stellten auch die Hhe der zu erwartenden Einnahmen in Frage.
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