09.09.2012
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Apfelernte fllt in diesem Jahr nicht so ppig aus
In der Smosterei Barthel in Eitra knnen bereits seit Montag pfel abgegeben werden, aus denen Saft gepresst wird. An den ersten Tagen kamen viele Kunden, der erste Andrang sei derzeit vorber, berichtet Doris Barthel. „Richtig los geht es bei uns ab Ende September, Anfang Oktober. Dann sind die meisten pfel reif“, erklrt sie. Die Ernte sei in diesem Jahr durchschnittlich bis unterdurchschnittlich. „Letztes Jahr gab es auf jeden Fall mehr pfel“, sagt die Expertin. Richtig viele Frchte gebe es alle vier bis fnf Jahre.

Bei der Kelterei Will in Ebersburg-Schmalnau knnen pfel nicht nur abgegeben werden, mit ihrer mobilen Kelterei kommen die Wills auf Anfrage und bei gewissen Mengen in bestimmte Orte – auch ins Hnfelder Land. Mit Blick auf die Apfelbume stimmt Rita Will der Haunecker Kollegin zu: „Es gibt nicht so viele pfel wie 2011.“ In der Regel greife bei den Bumen der Zwei-Jahres-Rhythmus: Im einen Jahr trgt der Baum viele pfel, im nchsten Jahr weniger. „Der Baum braucht eine Regenerationsphase. Das ist wie beim Menschen, wenn er Stress hatte“, verdeutlicht die Thalauerin. Dass die Ernte dieses Jahr nicht ganz so ppig ausfllt, habe mehrere Grnde – etwa witterungsbedingt. „Die Bume hatten dieses Jahr ihre volle Bltenpracht entfaltet, dann wurde es kalt, und es war kein Bienenflug mglich“, erklrt Rita Will.

Wer im eigenen Garten keine oder nur wenige pfel hat, kann bei der Stadt Hnfeld  Obstbume fr 2,50 Euro pro Jahr pachten. Das Verfahren ist ganz einfach: Der Interessent fr einen bestimmten stdtischen Baum meldet sich bei  Siegfried Herget unter Telefon (06652) 180165 und wird in eine Liste eingetragen. „Diese Regelung hat sich in den letzten Jahren sehr bewhrt, weil die Versteigerung aufgrund der geringen Nachfrage keinen Sinn mehr machte“, verdeutlicht Pressesprecher Helmut Ksmann.

Ganz unbrokratisch ist die Marktgemeinde Eiterfeld. „Ab und an fragen Brger, ob sie einige pfel an Bumen, die an Gemeindestraen stehen, pflcken drfen“, erklrt Jrgen Dax vom Bauamt der Gemeinde und fgt hinzu: „Das haben wir in den letzten Jahren stets kostenfrei genehmigt.“ Das sei sinnvoller, als wenn die Frchte am Baum verkommen.  Nachfragen habe es aber frher mehr gegeben.

hnlich handhabt es die Marktgemeinde Burghaun: Mangels Nachfrage werden Bume nicht mehr versteigert. „Wer pfel von gemeindlichen Bumen haben mchte, der pflckt sie einfach“, sagt Brgermeister Alexander Hohmann (SPD). Wenn sich jemand unsicher sein sollte, ob es sich um einen Baum der Gemeinde handelt, reicht ein Anruf in der Verwaltung. „Ansonsten spricht nichts dagegen“, erklrt Hohmann.

In Nsttal werden unterschiedliche Regelungen praktiziert, betont Brgermeister Hermann Trabert (CDU). Zwischen Morles und Rimmels gebe es etwa eine Streuobstwiese als Ausgleichsflche fr das Neubaugebiet in der Meininger Strae. Fr die Bume haben Morleser die Patenschaften bernommen. „Die jeweiligen Paten pflegen und betreuen die Bume und drfen im Herbst die Frchte ernten. Ein Obolus ist nicht zu entrichten“, sagt Trabert. Zudem gebe es Obstbaumalleen in den Drfern, die oft durch die Ortsbeirte in Eigenleistung entstanden sind und von diesen gepflegt und geerntet werden. „Manchmal werden aber auch die Frchte gemeindlicher  Bume ersteigert.“

In Rasdorf gibt es ein kleines Obstbaumstck, das jedoch nicht der Gemeinde, sondern dem Lyzeumsfonds gehrt. „Diese Bume werden, sofern gefragt wird, vom Revierfrster an Interessierte vergeben“, erklrt der knftige Brgermeister Jrgen Hahn (CDU).
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