26.09.2012
|
Rothemann mobilisiert gegen Windrder
Der Plan der Energiegenossenschaft Eichenzell, mit der WAG-Tochter Synenergie zwei Bergkuppen als Windkraftstandorte unter die Lupe zu nehmen, hat in Rothemann „Unmut und Schrecken“ hervorgerufen, wie Ortsvorsteherin Barbara Klppner in einer Versammlung unter dem Beifall der 250 Zuhrer sagte. Energiegenossen und Synenergie prfen den  Rippberg zwischen Rothemann, Bchenberg und Hattenhof sowie den Burkhardser Kopf zwischen Rothemann, Dllbach, Welkers, Ltter, Ried und Thalau. Am Rippberg knnten bis zu fnf, am Burkardser Kopf bis zu acht Anlagen gebaut werden.

Vertreter aller Eichenzeller Fraktionen  hatten zu der Versammlung  eingeladen.  CDU-Gemeindevertreter Gerold Witzel versicherte,  die Rothemanner seien grundstzlich nicht gegen Windkraft, aber wollten eine Vereinbarkeit der Anlagen mit Mensch und Natur. Diese sei am Rippberg nicht gegeben.  Organisatoren und Zuhrer trugen Argumente gegen die Anlage zusammen:Wenn auf den Rippberg, 200 Meter ber der Ortslage, 200 Meter hohe Windrder  gebaut werden, werde dies das Ortsbild von Rothemann drastisch verndern und die Menschen in Rothemann unzumutbar belasten.

Pfiffe gegen Schnberger

Windrder zerstrten ein  Naherholungsgebiet und den Lebensraum geschtzter Tiere. Auch die Belastung durch Lrm, Schattenwurf und das Abholzen von Wldern sei enorm.  Aufrufe, Widerstand zu leisten, erhielten viel Beifall.

„Wir haben im Jubilumsjahr gemeinsam gefeiert, wir werden gemeinsam kmpfen“, sagte Witzel. „Wir werden Windrder am Rippberg verhindern“, rief Peter Happ, Bchenberger Ortsvorsteher und CDU-Fraktionschef in Eichenzells Gemeindevertretung.

Buhrufe und Pfiffe gab es, als  Grnen-Kreisfraktionschef Helmut Schnberger, bat:„Bleiben wir auf dem Teppich, schren wir keine ngste. Die Windrder sind eine Chance fr Rothemann, denn wir knnen die Wertschpfung der Energiegewinnung im Ort lassen. Windrder  sind grundstzlich nicht zu verhindern.“

Am Ende forderte die Versammlung die Gemeindegremien einmtig auf, alle rechtlichen Mglichkeiten auszuschpfen, um den Rippberg als Suchraum fr Windrad-Standorte zu streichen. Gemeindebeigeordneter Christoph Mller (CDU)  erklrte, um Windrder zu verhindern, brauche man „knallharte Argumente“. Diese habe Rothemann, da es am Rippberg einen Konflikt mit dem Naturschutz gebe.

„Die Brger haben meine Untersttzung“, versicherte Brgermeister Kolb am Morgen nach der Versammlung. Die Obere Naturschutzbehrde im Regierungsprsidium habe ihm besttigt, dass sie erhebliche Bedenken aus naturschutzfachlicher Sicht gegen Windrder am Rippberg habe. Ohnehin hatte die Regionalplanung den Berg nur als Standort zweiter Wahl bezeichnet. Diesen Bedenken gehe er nun nach, kndigte Kolb an.

Helmut Gladbach, Vorstand derEnergiegenossen, sagte, er habe mit Widerstand gerechnet. Man werde den Standort ruhig und genau prfen. Klar sei aber, dass der, der die Energiewende wolle, Einschrnkungen akzeptieren msse.
Ziehen sie die Portlets mit der Maus um sie zu platzieren. (Drag'n Drop)
  • 1
    Videos
  • 2
    Videos