Unter dem Motto „Nachhaltig wirtschaften – kologisch handeln“ lieferten hochkartige Referenten Anregungen und Impulse zu dem Thema.
„Ihr groes Interesse am Wirtschaftstag zeigt, dass wir mit dem Thema auf dem richtigen Weg sind“, sagte Juchheim im vollbesetzten Tagungssaal des Hotel Maritim. Nachhaltigkeit msse auf drei Ebenen stattfinden – der konomischen, der kologischen und der sozialen. Zudem diene der Wirtschaftstag dem Netzwerken. „Es ist wichtig, auf so einer Tagung Kontakte zu pflegen und neue Kontakte zu knpfen“, erklrte Juchheim. Den ganzen Tag ber fanden zum Motto der Veranstaltung Vortrge statt. Den ersten hielt Professor Dr. Gertrud Hhler, die erst vor kurzem mit ihrem Buch „Die Patin“ ber Angela Merkel fr Furore sorgte. Hhler nahm sich die Ethik in der Wirtschaft vor.
„Ethik muss Einzug in die Realitt des Alltags erhalten“, forderte die Literaturwissenschaftlerin und Unternehmensberaterin. Vor der Finanzkrise habe es eine „good story“ gegeben, nmlich die der mhelosen Geldvermehrung. Seit der Krise habe sich dies jedoch zu einer „bad story“ gewandelt. Gewinnstreben werde seitdem verteufelt. „Wenn du viel verdienst, bist du verdchtig“, sagte Hhler. „In Wahrheit rechnen Gesellschaft und Politik mit den Gewinnen aus der Wirtschaft, denn das ist der Wohlstandsgenerator.“ Um Ethik und Gewinnstreben zu vereinen, brauche die virtuelle Welt der Finanzprodukte risikobewusste Akteure. „Der Kontakt zur Realwirtschaft darf nicht abreien“, erklrte Hhler. Die Gewinne seien dort gefhrdet, wo Ethik nicht mitspiele, warnte die Referentin.
Unternehmen drften nicht Mnchen, Philosophen oder Kommissionen die Deutungshoheit ber das Thema Ethik berlassen. Hhler forderte, dass Ethik professionalisiert werde. „Unternehmen mssen die Verantwortung selbst ergreifen“, fhrte sie aus. So knne Ethik gleichzeitig ein Frhwarnsystem und ein Vertrauensgenerator sein. Marken wie Nestl oder Coca-Cola genssen bei den Kunden unendliches Vertrauen. „Man wei bei diesen Produkten einfach, was man bekommt. Diese Marken knnen sich keine Qualittsmngel oder Skandale leisten“, sagte Hhler.
„Ethik ist Chefsache“
Auch an einem Beispiel aus der Region lasse sich eine vertrauensbildende Manahme zeigen: Tegut verkauft an Migros, aber die Zentrale bleibt in Fulda. „Und das, obwohl die Schweiz ein hervorragender Standort ist, in Wettbewerbsstudien immer ganz oben steht. Doch man hat sich fr Fulda entschieden, da dieser Standort ein hohes Vertrauen geniet“, erklrte Hhler. Es liege somit an den Mchtigen in der Wirtschaft, Ethik vorzuleben. „Ethik ist Chefsache“, sagte die Referentin. Neben Hhler sprachen noch weitere Unternehmensberater, rzte, Wissenschaftler und Politiker beim Wirtschaftstag. „Was wir hier tun, ist ein gutes Beispiel fr gelebte konomische Nachhaltigkeit“ sagte IHK-Prsident Juchheim.
Mehr Hintergrnde und Interviews lesen Sie am Samstag in unserer Printausgabe.
„Ihr groes Interesse am Wirtschaftstag zeigt, dass wir mit dem Thema auf dem richtigen Weg sind“, sagte Juchheim im vollbesetzten Tagungssaal des Hotel Maritim. Nachhaltigkeit msse auf drei Ebenen stattfinden – der konomischen, der kologischen und der sozialen. Zudem diene der Wirtschaftstag dem Netzwerken. „Es ist wichtig, auf so einer Tagung Kontakte zu pflegen und neue Kontakte zu knpfen“, erklrte Juchheim. Den ganzen Tag ber fanden zum Motto der Veranstaltung Vortrge statt. Den ersten hielt Professor Dr. Gertrud Hhler, die erst vor kurzem mit ihrem Buch „Die Patin“ ber Angela Merkel fr Furore sorgte. Hhler nahm sich die Ethik in der Wirtschaft vor.
„Ethik muss Einzug in die Realitt des Alltags erhalten“, forderte die Literaturwissenschaftlerin und Unternehmensberaterin. Vor der Finanzkrise habe es eine „good story“ gegeben, nmlich die der mhelosen Geldvermehrung. Seit der Krise habe sich dies jedoch zu einer „bad story“ gewandelt. Gewinnstreben werde seitdem verteufelt. „Wenn du viel verdienst, bist du verdchtig“, sagte Hhler. „In Wahrheit rechnen Gesellschaft und Politik mit den Gewinnen aus der Wirtschaft, denn das ist der Wohlstandsgenerator.“ Um Ethik und Gewinnstreben zu vereinen, brauche die virtuelle Welt der Finanzprodukte risikobewusste Akteure. „Der Kontakt zur Realwirtschaft darf nicht abreien“, erklrte Hhler. Die Gewinne seien dort gefhrdet, wo Ethik nicht mitspiele, warnte die Referentin.
Unternehmen drften nicht Mnchen, Philosophen oder Kommissionen die Deutungshoheit ber das Thema Ethik berlassen. Hhler forderte, dass Ethik professionalisiert werde. „Unternehmen mssen die Verantwortung selbst ergreifen“, fhrte sie aus. So knne Ethik gleichzeitig ein Frhwarnsystem und ein Vertrauensgenerator sein. Marken wie Nestl oder Coca-Cola genssen bei den Kunden unendliches Vertrauen. „Man wei bei diesen Produkten einfach, was man bekommt. Diese Marken knnen sich keine Qualittsmngel oder Skandale leisten“, sagte Hhler.
„Ethik ist Chefsache“
Auch an einem Beispiel aus der Region lasse sich eine vertrauensbildende Manahme zeigen: Tegut verkauft an Migros, aber die Zentrale bleibt in Fulda. „Und das, obwohl die Schweiz ein hervorragender Standort ist, in Wettbewerbsstudien immer ganz oben steht. Doch man hat sich fr Fulda entschieden, da dieser Standort ein hohes Vertrauen geniet“, erklrte Hhler. Es liege somit an den Mchtigen in der Wirtschaft, Ethik vorzuleben. „Ethik ist Chefsache“, sagte die Referentin. Neben Hhler sprachen noch weitere Unternehmensberater, rzte, Wissenschaftler und Politiker beim Wirtschaftstag. „Was wir hier tun, ist ein gutes Beispiel fr gelebte konomische Nachhaltigkeit“ sagte IHK-Prsident Juchheim.
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