15.10.2012
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Traditionelle Ehen und Familien strker frdern
Ehen und Familien seien die Keimzelle der Gesellschaft und mssten vom Staat deshalb besonders gefrdert werden, heit es in dem Antrag, den CDU-Kreisvorsitzender Dr. Walter Arnold beim Bundesparteitag im Dezember in Hannover einbringt. Der CDU-Bundesvorstand und die CDU/CSU-Bundestagsfraktionen mssten eine „signifikant strkere, auch finanzielle Untersttzung von Eltern mit Kindern auf den Weg bringen“, heit es in dem Antrag.

Die Mittel fr die zustzliche Frderung mssten an anderer Stelle im Haushalt eingespart werden. Die Fuldaer CDU spricht sich in dem Antrag auch gegen das Adoptionsrecht fr homosexuelle Paare aus. Arnold versichert, die Union wolle niemandem seine Lebensweise vorschreiben. „Als einzige verbliebene Familienpartei mssen wir allerdings weiterhin alles daran setzen, die von unserer Verfassung in Artikel 6 besonders geschtzte Ehe und Familie in besonderer Weise zu frdern.“ Die CDU sei am besten von allen politischen Gruppierungen in der Lage, ein neues Kapitel zugunsten von Ehe und Familien aufzuschlagen, argumentiert der Kreisverband im Antrag.

Auslser fr den Antrag war ein Vorsto von Bundesfamilienministerin Kristina Schrder (CDU), traditionelle Ehen und Homo-Ehen im Steuerrecht gleich zu behandeln. Dieser Vorsto sorgte bei der osthessischen CDU fr einen Aufschrei der Emprung. Die CDU-Bundesvorsitzende Angela Merkel hatte sich bei ihrem Besuch in Fulda auf die Seite der Fuldaer CDU geschlagen.

Diese Festlegung Merkels stt beim Verband der „Lesben und Schwulen in der Union“ (LSU) auf Kritik. LSU-Bundesvorsitzender Alexander Vogt bedauert: „Merkels Ablehnung enttuscht uns sehr, weil Gerichte schon klar in eine andere Richtung entscheiden. Gleichzeitig verspielt die Kanzlerin viele Sympathien bei konservativen Lesben und Schwulen. Zumindest sollte sie sich mit einem Kompromissvorschlag einbringen.“
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