19.10.2012
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Hochwasserprojekt in Rhina gestoppt
Dies sagte Klaus Billing von der CDU/FWG-Fraktion whrend der Sitzung der Gemeindevertreter in Neukirchen. In den Planungen war von frderfhigen Kosten in Hhe von 600 000 Euro die Rede. Dazu htte es eine Frderung in Hhe von 59 Prozent gegeben, nicht aber von 85 Prozent, wie man die ganze Zeit gedacht hat. Dr. Hans-Jrg Leister (CDU/FWG) erklrte, die Kosten knnten vielleicht auch wesentlich hher ausfallen, ohne dass man mit „hundertprozentiger Passgenauigkeit den Erfolg liefern“ knne.

Dies liege unter anderem an dem bei der Planung verwendeten Computerprogramm, das in kritischen Bereichen zu ungenauen Ergebnissen fhre. Folge: Falle das Hochwasser ein paar Zentimeter hher aus, knnten weite Teile des Dorfes trotz Schutzmanahmen berschwemmt werden. Leister kritisierte, dass der Planer seine Arbeit „nach bestem Wissen und Gewissen“ gemacht habe, ihm aber „von Fachunkundigen projektwidrige Auflagen“ gemacht worden seien, die einer Optimallsung entgegenstehen wrden. Wen er damit meinte, sagte er nicht. Konkret ging es darum, dass der Planer eine Mglichkeit nicht mit einbezogen hat, bei der eine Flutmulde in der Hauneaue Richtung Neukirchen mit einberechnet wird. Da der Eigentmer der Flche verlangt habe, dass ihm im Tausch ein fertig erschlossenes Baugrundstck in Neukirchen gegegeben werden soll, habe man von dieser Lsung Abstand genommen.

Leister sagte, seit dem Bau des Haunestausees bei Marbach habe es „keine extremen Haunehochwasser“ mehr gegeben.  Er pldierte dafr, dass die Risikobewertung neu aufgerollt werden msse und sprach sich dafr aus, verstrkt den Rhinabach in den Blick zu nehmen. denn der sei wesentlich fr das Hochwasser 1966 verantwortlich gewesen. Allerdings habe man den Landkreis noch gar nicht gefragt, ob er sich an der Sanierung des Baches, an dem eine Kreisstrae vorbeiluft, beteiligen wolle.

SPD-Fraktionschef Frank Neuber betonte, dass die Hochwasserschutzmanahmen unverzichtbar seien. Die Gemeinde werde eventuell schadensersatzpflichtig, sollte es wieder zu einem starken Hochwasser kommen. „Sie tragen die alleinige Verantwortung fr knftige Schden“, sagte er an CDU/FWG gewandt. Neuber betonte, die Hochwassergefahr sei keineswegs gebannt. Vielmehr sei mit einem Anstieg der Hufigkeit zu rechnen.
Er verwahrte sich gegen den Vorwurf, dem Planer seien durch „Fachunkundige projektwidrige Auflagen“ gemacht worden. Hier wrden Tatsachen verdreht. Es sei schlicht so, dass die Tauschvorstellungen zu weit auseinander lagen. Deshalb habe man die „zu diesem zeitpunkt optimalste Lsung fr die Gemeinde weiterverfolgt“.

Neuber rechnete vor, dass man zunchst mit einer Frderung von 514 000 Euro gerechnet habe. Nun seien es leider nur noch 340 000 Euro. Dadurch erhhe sich der Eigenanteil der Gemeinde um 173 000 auf 264 000 Euro. „Der CDU/FWG-Fraktion sind diese rund 265 000 Euro zu viel fr Rhina.“ Die SPD sei der Meinung, dass der aktuell geplante zweite Bauabschnitt weiterhin unverzichtbar sei zum Schutz der Rhinaer Bevlkerung vor Hochwasser. Brgermeister Stefan Euler (CDU) sprach sich dafr aus, zwei Wege zu verfolgen: Zum einen solle man prfen, ob man fr die Sanierung des Rhinabaches eine Frderung erhalten knne. Dazu fhre er Gesprche. Zum anderen sei es vielleicht gar nicht unklug, eine erneute Planung unter Einbeziehung der fraglichen Flutmulde vorzunehmen. „Eventuell stellt sich dabei heraus, dass wir – selbst wenn wir auf die Forderung des Grundstckseigentmers eingehen – uns gnstiger stellen als wenn wir dies ablehnen“, sagte Euler. Dazu sei es jedoch erforderlich, dass die Gemeindevertreter neue, kostenpflichtige Planungen genehmigen.
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