„Ich mchte nie wieder, dass irgendeinem Kind so etwas passiert, was ich erleben musste“, sagt Kerstin Kuzia mit Trnen in den Augen. Die 45-Jhrige ist in Berlin-Ost geboren. Schon in frhen Kinderjahren wird sie von ihren Eltern von Kinderheim zu Kinderheim geschickt. Spter dann in den geschlossenen Jugendwerkhof Torgau. Dort sollen schwererziehbare Jugendliche mit harten Mitteln wieder auf den sozialistischen Pfad der Tugend gefhrt werden. Schlge, Strafen und die Dunkelzelle, der sogenannte „Fuchsbau“, stehen an der Tagesordnung.
Kerstin Kruzia erinnert sich an eine ihrer schlimmsten Erfahrungen. „Wir mussten uns komplett nackt ausziehen und im Marschschritt den langen Flur auf und ab gehen. Die Augen des Soldaten auf meinem nackten Krper waren solch eine Demtigung. Ab da war irgendetwas in mir gebrochen“, berichtet die Zeitzeugin.
Auch Rocco Holler hat seine Jugend in mehreren Kinderheimen verbracht. Eine Station war das Spezialkinderheim Nicolai Ostrowski fr Schwererziehbare in Eisenach. Der Grund fr diesen Aufenthalt: Schulbummelei. „Das waren die schlimmsten Jahre meines Lebens. Viele knnen sich nicht vorstellen, was damals in diesen Kinderheimen alles getrieben wurde“, sagt Holler und fgt hinzu: „ Sinn der Sache war es, den Willen zu brechen und die Kinder gefgig zu machen“. Nie wird Rocco Holler die Prgel und den Arrest vergessen und wie viel Angst ihm die Erzieher eingejagt haben.
Rocco Holler, Kerstin Kuzia und den anderen Zeitzeugen ist es heute das Wichtigste, die Menschen aufzuklren und zu erzhlen, was damals passiert ist. Zudem soll mit der Veranstaltungsreihe „Checkpoint Q“, die von Jutta Fleck geleitet wird, das damalige politische System, die SED-Diktatur, in Frage gestellt werden und ber den Begriff „Freiheit“ nachgedacht werden. Die Zeitzeugen vermitteln in den Gesprchen, wie wichtig Freiheit und der stndige, harte Kampf darum ist.
Insgesamt 4000 Jugendliche durchliefen den berchtigten geschlossenen Jugendwerkhof Torgau. Heute helfen die Zeitzeugen in verschiedenen Organisationen den Menschen, die ebenfalls ihre Jugend in den Straflagern verbringen mussten. „Zusammen ist es einfacher, die Dinge von damals zu verarbeiten. Man muss sich aussprechen“, erklrt Kerstin Kuzia. Auch sie muss oft an die schlimmen Geschehnisse von damals denken.
In feierlichem Rahmen wurden die Zeitzeugen nun in der Point Alpha Akademie in Geisa fr ihr groes Engagement, ihr Vertrauen und ihre Aufklrungsarbeit geehrt. Dr. Bernd Heidenreich, Direktor der Hessischen Landeszentrale fr politische Bildung, ist selbst erschttert ber das Erlebte der ehemaligen Heimkinder. Er dankte ihnen fr ihren groartige Einsatz und ihren Mut. „Die Demokratie braucht Vorbilder wie sie“, erklrte Heidenreich.
Auch Roland Jahn, Bundesbeauftragter fr die Stasiunterlagen, hat groe Achtung vor dem, was die Zeitzeugen leisten. „Oberste Prioritt ist es, Jugendliche aufzuklren. Es geht nicht um das Whlen in der Vergangenheit, es geht um die Schule der Demokratie“, erluterte Jahn. Weitere Gruworte kamen von Hildigund Neubert, Landesbeauftragte fr Stasiunterlagen in Thringen, Werner Koch, Staatssekretr im Hessischen Ministerium des Innern und Sport sowie Volker Bausch, Direktor der Point Alpha Stiftung. Musikalisch gestaltet wurde der Abend von Sngerin Kathrin Begoin, die mit tiefgrndigen Texten zum Nachdenken anregte.
Kerstin Kruzia erinnert sich an eine ihrer schlimmsten Erfahrungen. „Wir mussten uns komplett nackt ausziehen und im Marschschritt den langen Flur auf und ab gehen. Die Augen des Soldaten auf meinem nackten Krper waren solch eine Demtigung. Ab da war irgendetwas in mir gebrochen“, berichtet die Zeitzeugin.
Auch Rocco Holler hat seine Jugend in mehreren Kinderheimen verbracht. Eine Station war das Spezialkinderheim Nicolai Ostrowski fr Schwererziehbare in Eisenach. Der Grund fr diesen Aufenthalt: Schulbummelei. „Das waren die schlimmsten Jahre meines Lebens. Viele knnen sich nicht vorstellen, was damals in diesen Kinderheimen alles getrieben wurde“, sagt Holler und fgt hinzu: „ Sinn der Sache war es, den Willen zu brechen und die Kinder gefgig zu machen“. Nie wird Rocco Holler die Prgel und den Arrest vergessen und wie viel Angst ihm die Erzieher eingejagt haben.
Rocco Holler, Kerstin Kuzia und den anderen Zeitzeugen ist es heute das Wichtigste, die Menschen aufzuklren und zu erzhlen, was damals passiert ist. Zudem soll mit der Veranstaltungsreihe „Checkpoint Q“, die von Jutta Fleck geleitet wird, das damalige politische System, die SED-Diktatur, in Frage gestellt werden und ber den Begriff „Freiheit“ nachgedacht werden. Die Zeitzeugen vermitteln in den Gesprchen, wie wichtig Freiheit und der stndige, harte Kampf darum ist.
Insgesamt 4000 Jugendliche durchliefen den berchtigten geschlossenen Jugendwerkhof Torgau. Heute helfen die Zeitzeugen in verschiedenen Organisationen den Menschen, die ebenfalls ihre Jugend in den Straflagern verbringen mussten. „Zusammen ist es einfacher, die Dinge von damals zu verarbeiten. Man muss sich aussprechen“, erklrt Kerstin Kuzia. Auch sie muss oft an die schlimmen Geschehnisse von damals denken.
In feierlichem Rahmen wurden die Zeitzeugen nun in der Point Alpha Akademie in Geisa fr ihr groes Engagement, ihr Vertrauen und ihre Aufklrungsarbeit geehrt. Dr. Bernd Heidenreich, Direktor der Hessischen Landeszentrale fr politische Bildung, ist selbst erschttert ber das Erlebte der ehemaligen Heimkinder. Er dankte ihnen fr ihren groartige Einsatz und ihren Mut. „Die Demokratie braucht Vorbilder wie sie“, erklrte Heidenreich.
Auch Roland Jahn, Bundesbeauftragter fr die Stasiunterlagen, hat groe Achtung vor dem, was die Zeitzeugen leisten. „Oberste Prioritt ist es, Jugendliche aufzuklren. Es geht nicht um das Whlen in der Vergangenheit, es geht um die Schule der Demokratie“, erluterte Jahn. Weitere Gruworte kamen von Hildigund Neubert, Landesbeauftragte fr Stasiunterlagen in Thringen, Werner Koch, Staatssekretr im Hessischen Ministerium des Innern und Sport sowie Volker Bausch, Direktor der Point Alpha Stiftung. Musikalisch gestaltet wurde der Abend von Sngerin Kathrin Begoin, die mit tiefgrndigen Texten zum Nachdenken anregte.