24.10.2012
|
Stadt will Feuerwehr strken: Mehr Aufgaben fr die Freiwilligen
Der Magistrat hat auf Grundlage der Entwicklung der vergangenen Jahre einen Bericht ber den Zustand der Fuldaer Feuerwehr vorgelegt. Wie hufig mssen die Krfte ausrcken? Wie ist die Feuerwehr aufgestellt? Mit welchen Anforderungen sieht sie sich konfrontiert? Der Bericht soll Antworten auf diese – und andere – Fragen geben. Erarbeitet hat ihn die Feuerwehrfhrung. Fuldas OB Gerhard Mller (CDU) sagt, er halte eine „Neubetrachtung“ fr notwendig. Die Belastung der Feuerwehr sei grer geworden, die Zahl der Aufgaben habe zugenommen.

Die Bedarfs- und Entwicklungsplanung, ber die am kommenden Freitag die Stadtverordnetenversammlung abstimmt, schreibt zunchst sogenannte Schutzziele fest. Es geht darum, wie schnell die Feuerwehr mit wie vielen Krften und Fahrzeugen am Einsatzort sein muss. Differenziert wird dabei zwischen Werktagen und Wochenenden sowie dem Zeitraum zwischen 7 und 19 Uhr (tagsber) beziehungsweise 19 und 7 Uhr (nachts).

Wenn es brennt oder es einen schweren Unfall gegeben hat, dann rcken zunchst die hauptamtlichen Krfte aus. Sie werden spter durch die Freiwilligen Feuerwehren untersttzt. Die Stadt will knftig das Ehrenamt strken und Freiwillige Feuerwehrleute an Feiertagen und an den Wochenenden in den Schichtdienst integrieren. Haupt- und ehrenamtliche Krfte sollen dann gemeinsam auf der Feuerwache Dienst tun und von dort ausrcken. „Die Freiwilligen werden dafr noch einmal speziell geschult und sollen auch eine Aufwandsentschdigung erhalten“, sagt der OB. Er ist berzeugt: „Wir geben den Freiwilligen Feuerwehren damit eine neue Perspektive.“

Zustzliches Personal

Die Stadt will die Berufsfeuerwehr entlasten, beim Personal aber nicht sparen. Im Gegenteil: „Wir werden in den Jahren 2013 und 2014 zwei weitere hauptamtliche Krfte und zwei Auszubildende einstellen“, erklrte Mller am Montagabend im Haupt- und Finanzausschuss. Im Hauptamt sind derzeit 63 Personen bei der Feuerwehr beschftigt. In den vergangenen Jahren habe die Stadt viel in die Technik und den Fuhrpark investiert, so Mller. Jetzt solle das Personal gestrkt werden.

Die Stadtpolitik steht mehrheitlich hinter der neuen Bedarfsplanung. Der OB hatte vor der Ausschusssitzung auf einen breiten Konsens gehofft. Letztlich stimmten mit Ausnahme der Grnen alle Fraktionen geschlossen fr das Papier. Einzig Ralf Zwengel (Grne) votierte dagegen. Er sagte: „Wenn das die Planung fr die kommenden Jahre sein soll, kann man nur sagen: Thema verfehlt.“ Der OB entgegnete barsch, er lasse sich „nicht schulmeistern“. Das Konzept sei „wohl berlegt“. Der Fraktionsvorsitzende der Grnen, Ernst Sporer, der sich in der Debatte nicht uerte, stimmte der Bedarfsplanung und den Schutzzielen zu. Die CDU erklrte, die Freiwilligen Feuerwehren erfhren eine „Aufwertung ihrer Arbeit“. Aus den Reihen der SPD wurden indes Zweifel laut, ob sich in der Zukunft ausreichend Feuerwehrleute aus den Ortswehren finden, die in ihrer Freizeit Dienst an der Feuerwache tun wollen.

Der Chef der Fuldaer Feuerwehr, Thomas Hinz, uerte sich positiv: „Haupt- und Ehrenamtliche arbeiten bereits jetzt zusammen.Neu ist die Verzahnung ber die Dienstplne.“ Hinz glaubt, es sei fr viele Freiwillige Feuerwehrleute durchaus „reizvoll“, den Dienstalltag auf der Feuerwache zu erleben und den modernen Maschinenpark zu bedienen. Hinz: „Wenn die Stadtverordneten am Freitag zugestimmt haben, dann gehen wir voll in die Planung und hoffen, dass wir im neuen Jahr das Projekt starten knnen.“
Ziehen sie die Portlets mit der Maus um sie zu platzieren. (Drag'n Drop)
  • 1
    Videos
  • 2
    Videos