24.10.2012
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Windpark auf Borkum wird teurer
 Das teilte der Stadtwerkeverbund Trianel gestern mit. Trianel macht den Netzbetreiber Tennet fr die neue Verzgerung verantwortlich. Der Bau des Trianel Windparks Borkum geriet im Frhjahr  dieses Jahres erstmals ins Stocken. Damals wurde der Fertigstellungszeitpunkt von Ende 2012 auf Frhjahr 2013 verschoben. Jetzt wird dieser Zeitpunkt erneut verschoben. Angestrebt wird nun eine Inbetriebnahme Ende 2013.

Hauptgrund der Verzgerungen sind Probleme mit dem Netzanschluss. Zudem hatte sich die Produktion einiger der bis zu 900 Tonnen schweren dreibeinigen Fundamente sowie die Fertigstellung der Umspannplattform verzgert. Als Folge wurde die geplante Inbetriebnahme im Frhjahr um mehrere Monate verschoben. Dadurch entstanden den am Windpark beteiligten 33 Stadtwerken und Trianel Mehrkosten in Millionenhhe.

Diese Verzgerung war Thema der WAG-Verbandsversammlung im  Juli. Damals hatte WAG-Chef Gter Bury erklrt, trotz dieser Verschiebung bleibe die WAGin dem  von den Gremien freigegebenen Investitionsvolumen von 22 Millionen Euro. Die  WAGbleibe unverndert mit  6,15  Prozent beteiligt.
Nun gibt es eine weitere Verzgerung des Netzanschlusses.  „Wir kalkulieren eine Verteuerung um 50 Millionen Euro. Wir erwarten allerdings, dass Tennet diese Kosten trgt. Diese Frage ist Gegenstand einer gerichtlichen Auseinandersetzung mit Tennet“, erklrte Trianel-Sprecher Elmar Thyen unserer Zeitung.  Deshalb lasse sich noch nicht sagen, was die Verteuerung und die Verzgerung fr die einzelnen Gesellschafter und damit fr die WAG bedeute.

Ursprnglich war die Fertigstellung der ersten Ausbaustufe des Windparks mit 40 Windkraftanlagen und einer Leistung von 200 Megawatt fr Ende 2012 geplant. Nach der aktuellen Entwicklung werde der Trianel Windpark Borkum voraussichtlich mit einem Jahr Versptung in Betrieb gehen. Von der WAG war gestern keine Stellungnahme zur aktuellen Entwicklung zu erhalten.  Im Juli, als die ersten Meldungen von Verteuerungen und Verzgerungen in die ffentlichkeit gerieten,  hatte WAG-Chef Gnter Bury auf die besondere vertragliche Konstruktion hingewiesen, die ein Risiko fr die WAG begrenze.

Geplanter Start jetzt Ende 2013

„Die WAG geht ber das Eigenkapital von 22 Millionen Euro hinaus keine Haftung ein. Es existiert weder eine Verpflichtung zum Nachschuss in die Gesellschaft, noch bestehen sonstige Verpflichtungen gegenber den Banken. Diese haben allein Ansprche gegen die Projektgesellschaft, nicht gegen die WAG. Die WAG haftet allein mit der Einlage von 22 Millionen Euro“, betonte Bury. Er argumentierte zudem, Windkraft im Meer sei wichtig fr die Energiewende.

Die Mehrkosten von 50 Millionen wird die Projektgesellschaft allerdings irgendwie tragen mssen.  Im Zweifel kommt die Gesellschaft spter in die Gewinnzone. FDP-Kreistagsfraktionschef Mario Klotzsche, der bereits im Juli das Borkum-Projekt kritisiert hatte, uerte sich gestern besorgt. „Unsere Befrchtungen besttigen sich. Wir haben keine verlssliche Planungsgrundlage. Es kann nicht sein, dass sich in der Bauphase, wenn wir kaum mehr gegensteuern knnen, stndig Verteuerungen ergeben“, bemngelte Klotzsche. Er erinnerte daran, dass sich das Projekt, das jetzt auf 900 Millionen taxiert wird, bei der ersten Diskussion 2008 nur 500 Millionen Euro habe kosten sollen.
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