26.10.2012
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Waschbren werden zur Plage
Laut Kreisjagdberater Jrgen Manns aus Burghaun sind die Wildtiere – weil sehr anpassungsfhig – flchendeckend auch im Landkreis Fulda zu finden. In Schlotzau beispielsweise schleppen die „Langfinger“ schon mal Stiefel davon, knacken Nsse unterm Walnussbaum, reien Silofolien auf und richten Schden unter Hausvordchern an.

Die Pelztiere sind dmmerungs- und nachtaktiv, wodurch sie nicht leicht zu jagen sind, merkt Manns an. Auer dem im Eiterfelder Raum und im Ulstertal noch vorkommenden Uhu sowie dem Menschen htten Waschbren keine natrlichen Feinde. Im Durchschnitt bringe ein Waschbrprchen jhrlich drei Junge zur Welt.

Auch der frhere Forstbeamte Klaus Wolff aus Hnhan wei von einem berhang der Waschbren, die vor allem Boden- und Hhlenbrtern durch Eier- und Jungvgelraub in den Nestern zusetzen. Dort, wo man wei auf welchen Bumen der Rotmilan brtet, nimmt man Schutzmanahmen vor, erklrt Martin Hormann von der Staatlichen Vogelschutzwarte. Der Allesfresser Waschbr, verdeutlicht Jrgen Manns, nehme als Nahrung unter anderem Mais, Obst, Abfall, Katzen- und Hundefutter, Fische, Muse, Ratten und Wrmer zu sich. Deshalb sollten Bio-Mlltonnen nicht im Freien stehen gelassen und Kompostanlagen abgedeckt werden. Von einem „Anfttern“ der Tiere, weil sie so nett aussehen, sei grundstzlich abzuraten.

Manns belegt eine zunehmende Population der Waschbren im Kreis Fulda anhand von Streckenmeldungen. Auf 285 Tiere hatte man 1956 den Bestand in Deutschland geschtzt. 2011 gab es 530 Tiere allein im Landkreis Fulda.   
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