26.10.2012
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Vereine wollen unkontrollierte Vermehrung streunender Katzen eindmmen
Das sorgt fr eine berfllung der Tierheime und einen schlechten Gesundheitszustand der Streuner, da sich keiner verantwortlich fhlt. Abhilfe schafft die  Kastration der Stubentiger.

Streunende Katzen an jeder Ecke, kleine Ktzchen mit verklebten Augen und jedes halbe Jahr kommt Nachschub an. ber solche und so hnliche Zustnde klagen immer mehr Brger im Vogelsberg und im Main-Kinzig-Kreis. Ab und zu sammeln Menschen, die Mitleid haben, eine streunende Katze auf, lassen sie kastrieren und tierrztlich versorgen. Dieses hilfsbereite Verhalten sei aber eher ein Einzelfall, sagt Tierrztin Anja Ruhl aus Steinau. Selten komme jemand mit einer aufgelesenen Katze, dessen Besitzer nicht auffindbar sind.

In einigen Gemeinden der Nachbarbundeslnder Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, ist bereits eine Kastrationspflicht fr Katzen mit Freilauf eingefhrt worden, um die unkontrollierte Vermehrung einzudmmen. Denn diese fhrt letztlich zu einer berfllung der Tierheime.

Dort mangelt es nicht nur an Platz, sondern auch an finanziellen Mitteln, denn die meisten Neuankmmlinge bentigen eine umfangreiche tierrztliche Versorgung. „Die Tierheime sind randvoll und die meisten streunenden Katzen haben Schnupfen, Durchfall und sind von Parasiten befallen“, erklrt  Corinna Wink, stellvertretende Leiterin des Tierheims in Gelnhausen. 

Wer wilde Katzen beobachtet, kann sich in Gelnhausen Fallen leihen, um die Tiere sicher ins Heim zu bringen. Zudem bietet der Verein Tierheim Main-Kinzig Gelnhausen eine Kostenbeteiligung an Kastrationen streunender Katzen an. Auch andere Vereine haben es sich zum Ziel gesetzt, die unkontrollierte Vermehrung zu stoppen. Auch der Tierschutzverein „Katzenzuhause“ in Biebergemnd, den Tierrztin Sabrina Seliger 2008 gegrndet hat. Die zehn aktiven Mitglieder des Vereins setzen sich in erster Linie fr die Kastration streunender Katzen ein.  

40 Samtpfoten vor der Tr

„Vor einigen Jahren zogen unserer Nachbarn um. Sie haben sich um die vielen streunenden Katzen im Dorf gekmmert, sie gefttert. Als sie weg waren, hatte ich pltzlich 40 Katzen vor der Gartenhtte.“, erzhlt die Tierrztin. Persnlich mit dem Thema konfrontiert, machte es sich die Tierliebhaberin zum Ziel, die 40 unkastrierten, scheuen und teilweise kranken Tiere zu kastrieren um eine weitere Vermehrung zu verhindern.

„ 5000 Euro habe ich persnlich aufgewandt, um die Katzen zu kastrieren und zu versorgen – mittlerweile hat sich der Bestand dementsprechend verkleinert.“, erzhlt Seliger. „Katzenzuhause“  fhrt Kastrationsaktionen durch, nimmt Katzen auf und vermittelt herrenlose Tiere gegen eine Schutzgebhr. Dass sich die Kastration lohnt, zeigt  eine Kostengegenberstellung: Die Kastration einer Katze oder eines Katers kostet zwischen  50 und 110 Euro, whrend eine nicht-kastrierte Mutterkatze mit ihren Welpen den Verein rund 600 Euro kostet. Wrden also mehr Besitzer ihre Tiere kastrieren lassen, knnten diese Kosten grtenteils vermieden werden.  Deshalb setzen sich gemeinntzige Vereine wie „Katzenzuhause“ dafr ein, dass auch herrenlose Tiere kastriert werden.  Die Tierschtzer sind auf Spenden angewiesen, ein groer Teil komme jedoch aus der eigenen Kasse, so Seliger. Das Bewusstsein der Katzenbesitzer fr die Wichtigkeit der Kastration muss geschrft werden. Denn je mehr Menschen sich verantwortlich fhlen, desto weniger wilde Katzen gibt es.
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