31.10.2012
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Neuer Inhaber macht Mut und investiert
Der neue Eigentmer glaubt an seinen neuen Standort. Er investiert in Maschinen und will das Eichenzeller Werk breiter aufstellen. Trmodule sowie Lfterrder und Zargen fr Motorkhlung-en von Fahrzeugen der VW-Gruppe, von Daimler-Benz und Opel produziert das Werk. Fr die Herstellung der Teile aus technischem Spritzguss braucht man Erfahrung und Know-How – so viel Know-How, dass Zulieferer wie die Eichenzeller fr die Hersteller unverzichtbar sind. Sie sind bereits in die Entwicklung neuer Modelle einbezogen.

Als TTB in der Autokrise im Februar 2011 insolvent wurde, lieen VW & Co. alle Auftrge in dem osthessischen Betrieb und halfen bei der Suche nach einem neuen Eigentmer. Wirthwein, ein groes, solides Familienunternehmen mit langfristigem Interesse an den Eichenzellern, nicht nur im Automobilsektor ttig und deshalb weniger konjunkturanfllig, stieg ein. Die Autohersteller hatten Wirthwein zu dem Einstieg gedrngt, weil ihnen die Zuverlssigkeit, Qualitt und Innovationsfreude der Gruppe imponiert hatten.

„Der Einstieg von Wirthwein war das Beste, was uns passieren konnte“, sagt Werkleiter Lutz Kmpel (42), der seit 14 Jahren in dem Werk arbeitet. In der Verwaltung wurde ein Dutzend Stellen abgebaut, aber die 120 Mitarbeiter in der Produktion blieben an Bord. Wirthwein investiert nun in neue Maschinen fr Eichenzell und versucht, Kunden auerhalb der Autobranche zu finden.

Das Werk im Industriepark Rhn war in den 1980er Jahren von Winfried Salomon und Theodor Mller gegrndet worden. 1997/98 wurde es an Finanzinvestoren verkauft und geriet danach wiederholt in Turbulenzen. Wirthwein in Eichenzell fhrt auch die Standorte in Crimmitschau mit 110 Mitarbeitern und Sasbach mit 40 Beschftigten. Die Werke gehrten schon zu TTB-Zeiten zusammen. Als Zeichen dafr, dass Wirthwein in Eichenzell als Arbeitgeber und Ausbilder prsent ist, wurden am Werk Firmenfahnen aufgezogen.
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