01.11.2012
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Vor allem freitags kracht es am Stauende
„Acht Personen bei Unfall auf A 66 verletzt“, „Mercedes in Flammen nach berschlag auf A 66“ – die Reihe solcher berschriften aus unserer Zeitung  liee sich nahezu beliebig verlngern. Denn allzu regelmig kracht es am Ende der A 66 zwischen Neuhof und Flieden. Das jngste Beispiel: Fnf Kollisionen am  Freitag, 19. Oktober.

„Die Zahl der Unflle in diesemBereich hat von Jahr zu Jahr zugenommen“, sagt Martin Schfer, Sprecher des Polizeiprsidiums Osthessen. „ImJahr 2007 gab es dort 7 Unflle, in den beiden Folgejahren waren es jeweils 36, dann 44 und 2011 schlielich 50.“ Leider setzt sich die Zunahme fort: Mit den Crashs der vergangenen Wochen haben sich schon bis zum Ende des Oktobers mehr als 50 Unflle ereignet. Auffllig ist nicht nur die hohe Zahl, sondern auch deren zeitliche Verteilung der Unflle: „Die meisten Einstze dort sind  freitagnachmittags“, wei Schfer.

Auch bei Hessen Mobil, der Nachfolgebehrde des frheren Amts fr Straen- und Verkehrswesen, kennt man das Problem: „Der Abschnitt der A 66 zwischen Schlchtern und Fulda ist mit Blick auf die Verkehrssicherheit seit Lngerem unter Beobachtung.“, schreibt Cornelia Hhl. Gerade freitags gebe es im Feierabendverkehr oft Rckstaus, und dann geschhen die Unflle.

Im Streckenverlauf kurz vor dem derzeitigen Autobahnende gebe es durch den Kurvenverlauf und die Steigungs- und Gefllestrecken relativ geringe Sichtweiten. In einem sogenannte Trichter werde die zulssige Geschwindigkeit zunchst auf 120, dann auf 100  und schlielich 60 Stundenkilometer direkt in der Ausfahrt reduziert.

Auch bei Hessen Mobil ist man der Meinung, dass in diesem Bereich erheblich zu schnell gefahren wird. „Die weiteren Ursachen – es gibt auch eine Reihe von Alleinunfllen – zeigten,  dass die  Geschwindigkeiten trotz hufiger Kontrollen durch die Polizei  insgesamt deutlich zu hoch und der Situation nicht angepasst sind, sagt Hessen Mobil.

Das besttigt auch das Polizeiprsidium Fulda. „Selbst wenn Kollegen von uns im Einsatz sind, um einen Unfall aufzunehmen und die Polizeiwagen am Seitenstreifen stehen,  nehmen viele dennoch nicht den Fu vom Gas“, sagt Schfer. Die Radarmessung im 100-km/h-Bereich bringe oft Werte von rund 140 Stundenkilometern, der Negativ-Rekord habe dort bei 180 Stundenkilometern gelegen.

Wie Hessen Mobil mitteilt, wurden im Januar 2012 nach einem gemeinsamen Ortstermin die Bereiche der 120- und der 100 Stundenkilometer-Beschrnkung  nochmals erweitert und zustzlich auch den Hinweis „Achtung Staugefahr“  angebracht. Auf die Unfallzahlen habe sich das leider  nicht dmpfend ausgewirkt. Hessen Mobil wolle  weiterhin gemeinsam mit der Polizei   Verbesserungsmglichkeiten prfen.

Erst mit dem Ende der Autobahnbauarbeiten werde es eine grundstzliche Verbesserung kommen: Dann gebe es eben kein Rckstau-Problem mehr.
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