Nach „Rosins Restaurant“ & Co.: So (un-)zufrieden sind Teilnehmer der Region nach ihren TV-Auftritten

02. Juni 2016
Region

Ging es nach den Fernsehbeiträgen steil bergauf? Drei Betriebe aus der Region waren in den vergangenen Jahren bei „Rosins Restaurant“, „Die Küchenchefs“ oder „Mein himmlisches Hotel“ zu sehen. Das Fazit fällt sehr unterschiedlich aus. Während die Chefs vom Bratwurstglöckle und Berggasthof Rother Kuppe zufrieden sind, hat der Fernsehauftritt Christof Gensler vom Rhöner Indianerdorf enttäuscht zurückgelassen.

Von unserem Mitarbeiter Lukas Lang

Bratwurstglöckle, Berggasthof Rother Kuppe sowie Rhöner Indianerdorf haben eines gemeinsam: Alle Drei standen einmal groß im Rampenlicht. Sie wurden bei den Sendungen „Die Küchenchefs“, „Rosins Restaurant“ und „Mein himmlisches Hotel“ präsentiert. Im Fernsehen sah das gut aus, aber was haben die Beiträge wirklich gebracht? Haben die großen Auftritte im Fernsehen immer noch Auswirkungen auf das Geschäft?

Jens Kern, Leiter des Bratwurstglöckle in Fulda, ist sehr zufrieden: „Vox hat uns vor vier Jahren mit dem Programm ‚Küchenchefs‘ wieder aufgerappelt und die Richtung gezeigt. Wir haben das komplette Personal gewechselt und ein paar Veränderungen gemacht.“ So wurde beispielsweise die Karte auf das Nötigste reduziert.

„Freitags ist die Bude gerammelt voll“

Bei den Gästen scheint das neue Konzept gut anzukommen: „Die Leute kommen hier gern wieder her, gerade wegen unseres einzigartigen Pferdeklopses“, erklärt Kern stolz.

Seitdem Vox da war, hat sich auch vieles um das Restaurant getan. Zu dem Lokal gehören seit einiger Zeit eine Frozen-Yoghurt-Theke und eine Karaokebar. Letztere ist ein Geheimtipp unter den Kunden. „Freitags ist die Bude gerammelt voll“, erzählt der Chef begeistert. „Die Leute, egal welche Altersgruppe, fahren voll drauf ab und singen mit.“

Doch Hürden gibt es auch noch zu bewältigen. Einen Lieferservice hat der Laden, trotz großer Beliebtheit, nicht. „Es finden sich einfach keine Fahrer. Wir hatten es mal zwei Jahre probiert, aber wenige sind wirklich geeignet dafür“, so Kern.

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„Kabel 1 war richtig gut für uns“

Ähnlich zufrieden ist Anja Schill vom Gasthof Rother Kuppe. Seitdem Frank Rosin von Kabel 1 sie vor einem Jahr besucht hat, wurde einiges im Team verändert – zum Besseren, wie es scheint: „Kabel 1 war richtig gut für uns. Wir hatten selten so einen Ansturm wie jetzt und kommen kaum mehr hinterher mit dem Essen“, sagt Schill.

In Zukunft möchte die Chefin Hüttenabende einführen. „Das mache ich aber erst, wenn in der Küche alles stimmt und wir als Team uns dazu bereit fühlen.“

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„Hatten uns ein wenig mehr erhofft“

Kein besonders positives Fazit zieht Christof Gensler vom Indianerdorf in der Rhön. Vox hatte am Anfang des Jahres bei „Mein himmlisches Hotel“ einen Bericht über seine Tipis gesendet. Viel Werbung brachte das für den Betrieb jedoch nicht.

„Wir hatten uns von dem Besuch ein wenig mehr erhofft“, erklärt Christof Gensler. „Die Resonanz war im Nachhinein nicht wirklich da.“ Da hätten ihnen Dokumentationen bei anderen Sendern viel mehr gebracht.

Das Dorf aus Tipis ist sehr beliebt bei Leuten, die gern einen etwas anderen Urlaub machen. Schlafen im Zelt und Grillen am Feuer sind hier oberste Priorität im Programm. „Vermutlich hat ‚Mein himmlisches Hotel‘ einfach nicht unser Kundenspektrum erreicht. Wir sind eher aufs Zelten ausgelegt und unterscheiden uns von einem normalen Hotelurlaub“, sagt Gensler. „Die Kundschaft ist auch so da.“

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