Stehen Sie auch auf Schmerzen? Domina Lady Angelina weiß warum

08. Juni 2015
MÜNCHEN

Für viele ist es einfach nur eine Qual – doch einige unter uns empfinden pure Lust oder gar Glück, wenn andere ihnen Schmerzen zufügen. Doch warum ist das so? Eine Domina klärt auf.

Nur wenige Menschen gelingt es, Schmerzen in Lust umzuwandeln. „Während viele Menschen beispielsweise einen Zahnarztbesuch als unangenehm empfinden, kann eine professionell verabreichte Peinigung sehr erotisch sein“, sagt Lady Angelina, die in München als Domina arbeitet.

Im Allgemeinen lassen sich Personen, die Schmerzlust empfinden können, in zwei Gruppen unterscheiden: Den einen verschafft allein die Vorstellung, Schmerzen zu verspüren und/oder der Kontrolle einer anderen Person zu unterliegen, Lust.

Bei der anderen Gruppe sind vor allem die sogenannten Glückshormone, die Endorphine, dafür verantwortlich, physische Qualen als sexuelle Erregung zu empfinden. „Ungemein wichtig ist hierfür die Aufbauphase einer Session“, sagt Lady Angelina.

„Die ersten zwanzig Minuten dienen dazu, die Intensität der zugeführten Reize langsam zu steigern. Die dabei ausgeschütteten Endorphine sorgen für eine Erhöhung der Schmerzempfindungsschwelle. Im Idealfall tritt schließlich eine derart starke Ekstase ein, dass die Schmerzwahrnehmung stetig weiter sinkt, während gleichzeitig das Lustempfinden steigt.“

Einen solchen tranceähnlichen Zustand zu erreichen, stellt das Ziel einer üblicherweise halb- bis einstündigen Session dar. / sps