Kunterbunter Romo-Zug in Hünfeld
ag
Hünfeld
Beim Hünfelder Romo-Zug konnten die Mackenzeller die ganze „Armedei“ nicht mehr länger mit ansehen und luden den von Sparzwängen um seinen Romo-Wagen gebrachten Magistrat zu sich aufs Riesen-Schaukelpferd ein.
Über 900 Teilnehmer, 40 Zugnummern, darunter 14 Wagen, 32 Fußgruppen und drei Kapellen, dazu tausende Schaulustige am Wegesrand: Der Romozug in Hünfeld war bei bestem trocken-kalten Narrenwetter wieder ein großer Erfolg. Alle hatten viel Spaß, auch wenn die Finger am Ende der zweiten Runde bei so manchem blau gefroren waren.
Was auffiel war die viele Arbeit, die sich die Teilnehmer in diesem Jahr wieder gemacht hatten: So der Wagen der Fastnachtsfreunde aus Kirchbach, sprich: aus Kirchhasel und Roßbach. Die Pyramide war aller Ehren wert. Ebenso die Kostüme der Dammersbacher, die als Vorboten des strahlenden Sommers daher kamen, oder die Malgeser, die als Piraten auftraten und lakonisch feststellen mussten: „Die Beute ist weg, die Mannschaft betrunken, so ist das Schiff gesunken.“
Dass sie zu den besten Handballern der Region zählen („Fulda ist die Kreisstadt hier, doch besser Handball spielen wir“), bewiesen die HSVler auch auf ihrem Wagen: Die Süßigkeiten warfen sie sogar bis zur Rathaustreppe. Eine kleine Spitze gegen das Rathaus konnte sich auch der Elferrat nicht verkneifen: An ihre Gaalbern hatten sie den Hinweis „Gebaut vom Bauhof“ durch die Anmerkung „selbstgemacht“ ersetzt. Dies bezog sich auf den Wagen des Magistrats, der aus Spargründen in diesem Jahr nicht am Umzug teilnahm.
Bürgermeister Fennel auf dem Schaukelpferd
Dass Bürgermeister Fennel trotzdem ein Bad in der Menge nehmen konnte, verdankte er den Mackenzellern: Sie luden ihn kurzerhand auf ihr Schaukelpferd ein, wo Fennel auch gerne Platz nahm. Nachher bekannte er: „Das ist ein ganz schön störrischer Gaul.“ Die Moderation des Festzuges, die er während der ersten Runde um das Rathaus übernommen hatte, gab er an seine Frau Rita weiter, die diese Aufgabe souverän meisterte.
Der Bürgermeister stand auch bei den toll verkleideten Sargenzellern im Mittelpunkt: Sie sahen sich als „Fennels Traumland – alles Schwarze“ und machten ihn zum nächsten Präsidenten der Antarktis. Als Gäste aus der Nachbarschaft nahmen die Dietershaner teil. Sie ließen sich mit Sekt und üppig Bonbons auch nicht lumpen. Dass sie mit dem Suff ihre Last haben, gestanden die Rückerser mit ihrem Bierkloster unumwunden ein und wiesen damit auf ihr 20. Kirmesjubiläum hin. Für Musik sorgten der Musikzug Wilhelm Tell, der Musikzug Eiterfeld/Arzell und der Musikverein TV 09 Burghaun.
Leser-Kommentare ( 0 )
zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden












