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23. Februar 2009



„Hausmeister vom Schloss“ plauderte

FULDA OB Gerhard Möller (CDU) zeigte während des Rosenmontagsempfangs in der Orangerie Farbe.

Im feschen blauen Kittel zog er als „Hausmeister vom Schloss“ vom Leder. Auf Fuldaer Platt und mit einer dicken Erkältung gewährte er als Verwalter Einblicke in das Leben der Schlossherren. Er sprach über die Sparmarotten des OBs, der sich vor der Oberbürgermeister-Wahl gar großzügig zeige, über das Gewerbesteuer-Atoll an der Anschlussstelle Fulda-Mitte und Dr. Wolfgang Dippels (CDU) Eisfüße. Denn die habe sich der Bürgermeister beim Gestalten einer Eislaufbahn an der Hornungsbrücke geholt. Der Hausmeister trauerte auch dem ehemaligen hessischen Wirtschaftsminister Alois Rhiel nach, dem „populärsten Mann“ im Kochkabinett. „Was solle mer bloß ohne ihn tun?“, fragte er und erntete tosenden Beifall. Den gab es auch, als FKG-Präsident Christian Wighardt, dem Büttenredner anschließend einen roten Schirm überreichte. „Für den Schirmherren und in roter Farbe, damit Sie als SPD-Wähler unerkannt auf den Rosenmontagszug gehen können“, begründete Wighardt.

Ehrenmedaille der Stadt


Als Oberbürgermeister im schwarzen Zwirn übergab Möller anschließend den Florengässner Gassenhauern, die zuvor die rund 800 Gäste im Saal mit Fuldaer-Liebesliedern zum Schunkeln gebracht hatten, eine Ehrenmedaille der Stadt für 30 Jahre langes Engagement. Vollen Einsatz zeigten auch die Sternchengarde, die Confettis und die FKG-Tanzgarde, die auf der Bühne umherwirbelten und nur ungern von dieser gelassen wurden. Und natürlich durften die Fuldaer Fastnachtssänger samt „Ich bin in Fulda verliebt“ nicht fehlen. Für Musik sorgte auch die Good Old Show Band, sondern auch die Bäraberg-Schiddler aus der Nähe von Stuttgart. In tollen Kostümen, mit lauter, fetziger Musik, einer wilden Performance und Titeln wie „Born to be wild“ brachten sie so manchen zum Kopfschütteln. „Wie wollen die in solch hohem Tempo am Umzug mitgehen?“ Die Grußworte der Randstaaten überbrachten Willibald und Erika von der aufgehenden Sonne Afrikas aus dem Südend, bevor Fuldas Prinzenpaar Jessica und Josef von caravania mobilia LXVIII. seinen Auftritt hatte. Das Paar dankte für den guten Zusammenhalt und die nette Aufnahme in die närrische Gemeinschaft. Und die konnte es kaum erwarten, endlich Fuldas Straßen erstürmen zu können.

Von Ute Fiedler



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