Alle Facetten der Fastnacht in der Rhön
RHÖN Dicht bevölkerte Straßenränder, tolle Laune bei Teilnehmern und Zuschauern, gut aufgelegte Musiker, originelle und witzige Beiträge auf den Wagen – die Rosenmontagsumzüge in der Rhön waren gelungen und sorgten für Heiterkeit (Fotostrecken).
Hilders
In einer Narrenkappe hoch über den Jecken thronte beim Rosenmontagszug in Hilders das Hilderser Prinzenpaar Prinz „Holger (Stehling) die Sportskanone mit Hochstiftkrone“ und Prinzessin „Melanie (Dittrich) die III. vom Goldi“. Zahlreiche weitere schöne Motivwagen unter anderem von den „Hammerhaien“ oder der „Struthof-Connection“ sowie phantasievolle Fußgruppen begeisterten die trotz regnerischen Wetters gewohnt vielen Zuschauer. Viele ortstypische Themen wurden aufgegriffen, zu den weiteren Highlights zählten das überdimensionale Bierfass des Elferrats oder der Wagen von Hilders-Nord, der an die großen Prinzen-Tradition des Hilderser-Nordends erinnerte.
Wiesen
Hingucker in Wiesen war ein Wagen aus Mittelberg, der das Hickhack um die Notdienstversorgung im Landkreis aufs Korn nahm. Die Narkose in der Mittelberger Notdienstzentrale erfolgt mit dem Holzhammer, die überaus wirksame Medizin besteht aus Bratwürsten und Schmalzbroten, witzelten die Mittelberger. Auch die andere Zugteilnehmer von den Sternen bis zum Eiermann verbreiteten viel gute Laune.
Gersfeld
Mit zwei mächtigen Pick-Ups mit Harley-Davidson-Dekor rollten der Gersfelder Prinz Rolf XXVII. vom schweren Geschütz und seine Prinzessin Christina (Rolf und Christina Zimmermann) durch die nass-kalte Rhönstadt. Weitere Höhepunkte im aus 30 Gruppen bestehenden Zug waren die Piloten vom TSV Altengronau mit ihrem riesigen Flugzeug sowie die Rengersfelder Narren, die mit allerlei skurrilen Wasseraufbereitungsanlagen ihr hexogen-verseuchtes Trinkwasser aufs Korn nahmen.
Thalau
Den Thalauer Zug genossen neben den Zuschauern am Straßenrand vor allem Prinz Benjamin XXXI. und Präsident René Bolz. Für Musik, Tanz und gute Laune sorgten neben haufenweise fidelen Gardemädchen unter anderem grüne Männchen und Sternschnuppen. Die „unorganisierten“ Fastnachtsfreunde ließen sich ihre gute Laune von Kälte und Schneematsch nicht verderben.
Kleinsassen
Bissig ging es in Kleinsassen zu. Nicht, dass der kleine schwarze Hund mit der rosafarbenen Schleife auf dem Kopf sich nicht hätte benehmen können. Doch mehrere Gruppen griffen kontroverse politische Themen auf: Gleich ein ganzes Rudel Papp-Autos erinnerte an die Abwrackprämie, US-Präsident Barack Obama zeigte sein gespaltenes Verhältnis zum Gefangenenlager Guantànamo. Und ein erfinderischer Narr heizte seinem Glühwein-Vorrat mit einer rollenden Feuerstelle ein.
Thaiden
Im kleinen, aber feinen Zug in Thaiden wurde die Wirtschaftskrise zum Thema. Die sieben Zwerge, erfuhr man hier, mussten Schneewittchen entlassen. Die Jugendfeuerwehr hingegen wollte auf ihren Schäfer Heinrich nicht verzichten. Im Mittelpunkt stand eine lebende Wildsau, die im Käfig mitfuhr.
Eckweisbach
Auf den Höhepunkt des Eckweisbacher Zuges musste niemand lange warten: Direkt an der Spitze ließ sich Pfarrer Carsten Noll als Indianerhäuptling feiern und winkte huldvoll aus einem Cabrio.
vn/tjo/fje
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