„Fest der Völker“ in Fulda: 2000 Besucher, 100 Polizisten, alles friedlich

17. Juni 2017
Fulda

Etwa 2000 Menschen haben am Samstag auf dem Stadion-Parkplatz in der Fuldaer Johannisau das „Fest der Völker“ gefeiert. Die Kundgebung hatte im vorhinein für Wirbel gesorgt, nachdem ein Auftritt der Musiker von „Grup Yorum“ angekündigt worden war. Am Ende lief die Veranstaltung friedlich ab, berichtet die Polizei nach Ende der Veranstaltung.

Die Straßen zur Johannisau waren am Samstag weiträumig abgesperrt. Aus der Innenstadt kommend war mit dem Auto bereits am Rosenbad Schluss. Viele der nach Polizeiangaben 2000 Besuchern reisten mit Bussen nach Fulda. Auf dem Parkplatz Reithalle reihte sich am Nachmittag ein Bus an den nächsten, wie auf einem Bild zu sehen ist, das die Polizei auf Twitter veröffentlichte.

Die Polizei selbst war nach eigenen Angaben mit etwa 100 Beamten im Einsatz. Via Twitter verbreitete sie Nachrichten an die Besucher. Den gesamten Nachmittag und Abend verteilt trat in der Johannisau eine Reihe von Bands auf. Offiziell galt das „Fest der Völker“ als Kundgebung.

Ursprünglich plante der veranstaltende Freidenker-Verband Hessen damit, die Veranstaltung auf dem Messegelände Fulda-Galerie stattfinden zu lassen. Als bekannt wurde, dass die umstrittene „Grup Yorum“ dort auftreten sollte, sah sich die Stadt Fulda von den Veranstaltern getäuscht. Sie kündigte den Mietvertrag für das Messegelände. Der Verwaltungsgerichtshof in Kassel gab der Stadt Fulda Ende der Woche mit dieser Entscheidung recht. Stattdessen fand die „Kundgebung mit Musikdarbietungen“ – wie die Polizei das Event in einer Pressemitteilung nannte – unter Auflagen in der Johannisau ab.

Laut Verfassungsschutz gehört „Grup Yorum“ zu den Unterstützern der seit 1998 in Deutschland verbotenen, marxistisch-leninistischen DHKP-C, die von der EU als terroristische Organisation gelistet wird. / kbk