Jens Staubach beschenkt sich mit Krone: Neuer Herbsteiner Bajazz feiert am Rosenmontag 32. Geburtstag

08. Januar 2017
Herbstein

Weil der Neujahrstag 2017 auf einen Sonntag fällt, weichen die Herbsteiner Fastnachter auf den zweiten Januar-Sonntag aus, um ihren Springerzug zu versteigern. Vielleicht liegt es daran, dass sich das Haus des Gastes nur langsam füllt. Andererseits: Die Regularien der Mitgliederversammlung interessieren weit weniger als die folgende Versteigerung – allen voran die des Bajazz, der Symbolfigur der Herbsteiner Fastnacht.

Von unserem Redaktionsmitglied Walter Kreuzer

So ist auch gegen 15.45 Uhr noch viel Platz an, vor und neben der Theke – dem traditionellen Platz vieler Mitsteigerer –, als Holger Korell mit der Glocke in der Hand um Ruhe und das erste Gebot für den Bajazz bittet. Es handelt sich um den ersten Durchgang, der normalerweise keine große Rolle spielt. Erst nach einer Pause geht es wirklich zur Sache. Dass es diesmal ein wenig anders sein wird, weiß zu diesem Zeitpunkt noch niemand. Nur der Name Jens Staubach wird bereits geflüstert. „Er will dieses Jahr unbedingt Bajazz werden, weil er an Rosenmontag Geburtstag hat“, verrät ein langjähriger Herbsteiner hinter vorgehaltener Hand.

Ganze fünf Minuten dauert der erste Durchgang. Die 200 Euro von Vorjahres-Bajazz Martin Heuser sind das einzige Gebot für den Spitzenposten und bei den Pärchen werden Beträge aufgerufen, die meist nur wenige Euro über dem jeweiligen Mindestgebot liegen. „Jetzt wird‘s ernst. Seit Ihr alle wach oder muss ich nochmal klingeln“, leitet Korell die entscheidende Runde ein. Sie beginnt zäh und nimmt dann immer mehr Fahrt auf. Dabei kristallisiert sich schnell heraus, dass Jens Staubach mit Patrick Spiegel einen ernstzunehmenden Konkurrenten hat. Der legt meist nur zehn Euro drauf, löst aber mit seinem 300-Euro-Sprung auf 2500 Euro ein Raunen im Saal aus. Zu diesem Zeitpunkt ist eine Viertelstunde rum. Nur zwei weitere Minuten dauert es und Jens Staubach hat für 3000 Euro den Zuschlag. Der verheiratete Vater von zwei Kindern, der sein Geld als Raumausstatter- und Parkettlegermeister verdient, muss damit fast drei Mal soviel wie sein Vorgänger Martin Heuser bezahlen, kommt aber günstiger davon wie David Ruhl im Jahr 2014.

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