CD-Kritik: Cigdem Aslans Rembetiko

12. Januar 2017
Musik

Griechenland und die Türkei: eine heikle Beziehung. Nicht jedoch für Cigdem Aslan.

Von unserem Redaktionsmitglied Björn Gauges

Auch auf ihrem zweiten Album „A Thousand Cranes“ Asphalt Tango widmet sich die 1980 in Istanbul geborene Sängerin kurdischer Abstammung dem Rembetiko, Musik, die im frühen 20. Jahrhundert in griechischen Hafenspelunken entstanden ist. Ihre Stücke führen daher nach Athen und auf den Balkan, ebenso wie nach Südostanatolien. Inhaltlich geht es in diesen neubearbeiteten Volksliedern „um Migration“,„Tradition“ und das „Zuhause“, wie die Sängerin erklärte. Und das klingt bei ihr meist herrlich melancholisch, manchmal aber auch hoffnungsvoll.