„Die Grasmücken“ landen bei Straßenmusikfestival in Schlüchtern auf Platz eins

07. September 2015
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Schlüchtern

Musik unterschiedlichster Art war am Samstagabend in der Schlüchterner Innenstadt zu hören. 19 Bands, Duos und Solisten hatten sich versammelt und musizierten ab 18 Uhr auf den 13 Bühnen, die sich von der Obertorstraße bis zum Einkaufsland Langer verteilten. Dazwischen waren Essens- und Getränkestände aufgebaut, um die nicht regenscheue Zuhörerschaft zu versorgen.

Die musikalische Bandbreite reichte von Rock-Pop-Musik der neu gegründeten Band „Holy Smoke“ aus Bad Soden-Salmünster, über von Akkordeon und Kontrabass begleitete Schlagermusik von den „Schlitzerländer Firwesmusikanten“, deren Namen auf einen traditionellen Strickstrumpf zurückgeht, bis zu den „Förstern vom Silberwald“. Die aber eigentlich aus Schlüchtern kommen und mit eigenen Liedern, deutschen Texten und interessanten Kostümen – alles in Anlehnung an den Bandnamen – auffallen wollten. Und das auch taten.

Dazwischen, unter zahlreichen Zeltpavillons, hatten Duos ihr Equipment aufgebaut. Sie präsentierten, verstärkt, teilweise unplugged wie das Mainzer Duo „Madlen & Mr. Marius“, eigene oder gecoverte Lieder. Andauernder Regen schaffte auch räumlich eine „intime“ Atmosphäre. Denn unter dem Zeltdach mussten Zuhörer und Musiker enger zusammenrücken, um besser lauschen zu können, aber auch dem Regen zu entgehen.

Übereinstimmend erhielt die Rhöner Band „Die Grasmücken“, die mit Western und Irish Folk auf Rhöner-Platt begeisterten, am Ende den ersten Platz. Das zweite Siegertreppchen belegte der sich selbst als „echter Straßenmusiker“ bezeichnende „George St. George“ aus Fulda. Das Schlüchterner Trio „Die Förster vom Silberwald“ wurde Dritter.

Auch wenn oft die Rede vom Aussterben der Innenstädte ist, bewies der Abend das Gegenteil. Die Straßen waren besser besucht, als es die Witterung hätte vermuten lassen. In den Bars und Kneipen waren zu späterer Stunde fast nur noch Stehplätze zu ergattern. Auch die Veranstalter waren zufrieden. „Es soll wiederholt werden“, ist sich Fritzsch sicher.