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16. Juni 2010



Kommentar zu Walter Mixa: Erbärmliches Verhalten

Unfassbar, was sich Walter Mixa da schon wieder leistet. Fast könnte man Mitleid mit dem Mann haben. Denn der 69-Jährige scheint überhaupt nicht mehr zu wissen, was er sagt oder tut. Zudem vermittelt er den Eindruck, unter vollkommenem Realitätsverlust zu leiden.

Anders ist nicht zu erklären, warum er jetzt an ein Comeback denkt, ja am liebsten sogar wieder Bischof von Augsburg werden würde.
Zur Erinnerung: Mixa wurde als Lügner entlarvt, nachdem er zunächst jede körperliche Gewalt gegen Kinder und Jugendliche abstritt und dann doch die ein oder andere körperliche Züchtigung zugeben musste. Ein erbärmliches Verhalten eines damals Verdächtigen, der Misshandlungen erst dann gestand, als sie ihm quasi nachgewiesen werden konnten. Die Schläge im Namen des Herrn hat Mixa sogar noch relativiert. Eine Demütigung der Opfer – genauso wie seine Ankündigung, jetzt zurückkommen zu wollen. Eine Frechheit ist zudem der Vorwurf an die Erzbischöfe Zollitsch und Marx, sie hätten im Umgang mit ihm „brüderlicher“ sein können. Mixa mit seiner Vergangenheit hat nicht das Recht, Nächstenliebe und Brüderlichkeit öffentlich für sich einzufordern.

Würdenträger wie den zurückgetretenen Bischof, die so offensichtlich die christlichen Gebote missachten, darf sich die katholische Kirche nicht leisten. Mixa war und ist ein Mann, der es mit der Wahrheit nicht allzu genau nimmt, der ihm anvertraute Finanzen zweckentfremdet hat und dem die Karriere hinter Kirchenmauern wichtiger ist als das Wohl der Gläubigen. Deshalb darf der Klerus den Rücktritt vom Rücktritt noch nicht einmal ansatzweise diskutieren. Die Kirche inklusive dem Papst würde endgültig ihre Glaubwürdigkeit verlieren. Mixa hat in den vergangenen Wochen nichts dazugelernt. Hoffentlich eifert ihm seine Kirche nicht nach.

Von Thomas Schaffranek



Leser-Kommentare ( 2 )
  • Buerger (453) | 18. June 2010;18.06.2010;1276878778 --> 18 Juni 2010
    Leben in einer anderen Welt

    Herr Mixa lebt wie viele seiner Amtsbrüder immer noch in einer völlig anderen Welt.Er wird nie verstehen das man ihn wagt zu kritisieren oder gar zu verurteilen.Geschweige denn durch ein weltliches Gericht.Die Herren glauben immer noch sie würden über den Dingen stehen.Die Kirche und besonders ihr irdisches Personal müßen sich ganz schnell an die Zeit anpassen, bevor sie von der Zeit überrollt werden.Einige haben dies begriffen,andere werden es halt nie mehr begreifen.

  • Fleurie (1) | 16. June 2010;16.06.2010;1276718955 --> 16 Juni 2010
    Mixa "Erbärmliches Verhalten"

    Als ehemaliges Heimkind kann ich nicht verstehen, dass der Herr Fürstbischof Mixa brüderliches Verhalten für sich selbst einfordert.
    Wir wurden damals weder brüderlich noch schwesterlich behandelt.
    Lügen, vertuschen, betrügen, missbrauchen und raffen - kein Mitleid, keine Nächstenliebe - wir waren hilflose Kinder. Ausgeliefert.
    Nichts hat sich geändert - alles ist wie vor tausend Jahren. Mixa ist ein Paradebeispiel dafür!
    Ich habe mich befreit, mein Gott und ich wir sind nicht mehr katholisch!!!