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2. November 2010



Krater in Thüringen soll schnell gesichert werden

dpa

Schmalkalden
An dem gewaltigen Krater in einem Wohngebiet im südthüringischen Schmalkalden sollen so schnell wie möglich die Sicherungsarbeiten beginnen.

An dem gewaltigen Krater in einem Wohngebiet im südthüringischen Schmalkalden sollen so schnell wie möglich die Sicherungsarbeiten beginnen. Der riesige Schlund müsse mit Kies verfüllt werden, sagte Thüringens Umweltminister Jürgen Reinholz (CDU).

Der riesige Schlund müsse mit Kies verfüllt werden, sagte Thüringens Umweltminister Jürgen Reinholz (CDU). Allerdings sei die Stabilisierung des Erdloches schwierig. So brach am Montag an den Rändern der Grube immer wieder neue Erde ein. Auch bereiten die Hanglage und die enge Straße Probleme für den Einsatz schwerer Technik. Das weiträumig abgesperrte Erdloch wird rund um die Uhr von Polizei und Feuerwehr beobachtet.

In der Nacht habe der Krater nicht mehr gebröckelt, hieß es am frühen Dienstagmorgen im Lagezentrum des thüringischen Innenministeriums. Es habe auch keine weiteren Absenkungen gegeben. Unklar sei aber, ob das für die Sicherung nötige Gerät schon am Dienstagmorgen am Unglücksort einsatzbereit sei.

Der Krater hatte sich urplötzlich in der Nacht zum Montag in der Wohnsiedlung aufgetan. Ein Auto rutschte in die Tiefe, die Straße und Teile von Garagen brachen weg. Das fast kreisrunde Loch hatte zunächst einen Durchmesser von gut 35 Metern. Neun Häuser wurden geräumt, 25 Menschen mussten vorerst eine neue Bleibe suchen. Wann sie wieder in ihre Häuser zurückkehren können, ist offen. Wie durch ein Wunder war durch das Unglück niemand verletzt worden.

Mehr als 20.000 Kubikmeter Erde sackten weg

Geologen gehen von einer natürlichen Ursache für den Krater aus. Bergbau wurde als Grund ausgeschlossen. Schätzungen zufolge sackten mehr als 20.000 Kubikmeter Erde weg. Um ein Loch von diesem Ausmaß zu verfüllen, ist die Ladung von etwa 1000 riesigen Lastwagen nötig.

Wie lange die Arbeiten dauern, ist noch völlig ungewiss. Auch zu den Kosten konnte Reinholz vorerst noch keine Angaben machen. Er wollte am Dienstag zunächst seinen Kabinettskollegen Bericht erstatten.

Außer in Bergbauregionen sind solche Vorfälle auch in Karstgebieten häufiger. Allein in Thüringen gibt es Geologen zufolge rund 20 Erdfälle im Jahr. Rund die Hälfte der Thüringer Landesfläche sei davon potenziell bedroht.


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