„Isartaler Hexen“ versprechen beste Wiesn-Stimmung
ud
Fulda
100 Auftritte pro Jahr, diese Zahl spricht Bände. Die acht Mädels der „Isartaler Hexen“ gehören zu den angesagtesten Gruppen, wenn es darum geht, feierfreudige Bierzeltbesucher zu euphorisieren. Am Sonntag, 16. September, treten sie auf der ersten Fuldaer Wiesn auf.
13 Jahre ist es her, als die namhafte Berufsmusikerin und Trompeterin Ulla Vater aus Neutraubling bei Regensburg gefragt wurde, ob sie eine Damen-Live-Band auf die Beine stellen könne. Sie sagte zu und steckte den Rahmen ab, der für künftige Bandmitglieder zu gelten hatte. An erster Stelle stand das musikalische Können, 100-prozentig „live“ müsse man auftreten, ganz ohne technische Finessen und doppelten Boden. Charme, Natürlichkeit und Ausstrahlung müssten passen, damit der Funke aufs Publikum überspringen könne.
Wöchentlich kommen die Frauen bei Bandleaderin Ulla Vater zusammen; aus Oberösterreich, dem Zillertal, Augsburg und Weiden kommen sie, der Rest lebt in der Nähe von Regensburg, um dann auf Tour zu gehen. „Wir spielen alles, von Stimmungsliedern wie die Hände zum Himmel über Marianne-Rosenberg-Lieder bis hin zu Hubert-von-Goisern-Titeln oder AC/DC, je nachdem was die Zuhörer eben hören wollen“, sagt Ulla Vater. Schon einmal sei man in Fulda aufgetreten, das liege aber schon viele Jahre zurück. „Ich denke schon, dass wir den Osthessen tüchtig einheizen werden“, sagt Vater. Vielleicht treffen ihre „Hexen“ auf der Fuldaer Wiesn ja auch noch auf Marianne und Michael, die am gleichen Tag bereits am Nachmittag auf der Fulda Galerie ihren Auftritt haben. „Wir kennen die beiden natürlich und würden uns auf ein Wiedersehen am Rande der Wiesn freuen“, sagt Vater, deren Mädels das große Festzelt von 18 bis 23 Uhr aufheizen werden.
Denn nicht nur das Duo Marianne und Michael, auch Vaters „Hexen-Truppe“ hat Fernseh-Erfahrung. 2005 nahmen die „Isartaler Hexen“ am Vorentscheid für den Grand Prix der Volksmusik teil. Und vier Jahre später schaffte man mit dem Titel „Brave Mädchen kommen in den Himmel“ ebenfalls den Sprung in den Volksmusik-Olymp. „...doch die Bösen kommen überall hin“, ist man geneigt hinzuzufügen. „Eine Annahme, die bei den Hexen auf jeden Fall zutrifft“, wie „Oberhexe“ Ulla Vater mit einem zwinkernden Auge anmerkt. Von Nord nach Süd, von Ost nach West sind die acht Powerfrauen nun seit Jahren in beständiger Manier unterwegs und erfreuen die immer größer werdende Fangemeinde damit, indem sie stets Vollgas geben. „Wichtig ist, dass die Chemie zwischen uns Mädels stimmt. Wenn die nicht passt, dann kommt die Musik auch nicht beim Publikum an“, sagt Vater.
Und so hat die Bandleaderin bislang immer ein gutes Händchen bewiesen. Denn immer wieder einmal schieden „Hexen“ aus der Truppe aus, zum Beispiel weil Nachwuchs erwartet wurde.
„Wenn wir anfangen ist unser Outfit bayerisch, bevor’s flotter wird, ziehen wir uns um“, sagt Vater. Vor fast exakt fünf Jahren wagten die Mädels ein Abenteuer. Angestachelt von ihrem Erfolg und der Fangemeinde planten sie ein dreitägiges „Hexen-Fest“, das zum Erfolg wurde.
Das Fuldaer Modeatelier Franc sponsert übrigens einen Wiesn-Ausflug mitsamt Tracht. Einen Gewinn-Coupon finden Sie in der Printausgabe der Fuldaer Zeitung am Samstag.
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