„Zuhause im Glück“ renovierte Heim in Engelhelms
Von Sarah Kanngießer
Engelhelms
Große Aufregung in Engelhelms: Das Fernsehen war da. Mehr als 200 Menschen säumten die Straße und wollten einen Blick auf Eva Brenner und John Kosmalla vom RTL2-Team erhaschen.
Acht Tage lang hat das Team der Sendung „Zuhause im Glück“ bei den Schmidts ausgemessen, gehämmert und gestrichen. Am Donnerstag konnte die fünfköpfige Familie endlich in das renovierte Haus einziehen. Vorher hatte es an so vielem gemangelt: Da gab es etwa keine Heizung. Eines der Kinderzimmer war komplett entkernt. Auch Wohnzimmer und Küche waren nur provisorisch eingerichtet.
Eigentlich hatte die Familie geplant, dass Vater Jörg (41) das Haus bald nach dem Einzug in Eigenleistung fertig stellt. Doch dann haben die Schmidts ihre eigenen Wünsche erst einmal zurückgestellt. Stattdessen halfen sie zwei Tanten beim Umzug und dann brannte auch noch die Wohnung von Sabine Schmidts (38) Mutter. Auch dort half Jörg. „Wir hatten ja ein Dach über dem Kopf und waren zufrieden damit. Die anderen haben dringender Hilfe gebraucht“, sagte Sabine rückblickend.
Doch in der Nacht zum 3. Dezember veränderte sich das Leben der Familie schlagartig: Jörg, der eine Autoimmunerkrankung hat, erlitt beidseitige Schlaganfälle. Seither ist er eingeschränkt. Sohn Fabian (15) beschloss deshalb noch am selben Wochenende, seine Familie bei der Doku-Soap „Zuhause im Glück“ von RTL2 anzumelden. Und schon an Silvester kam die Zusage der Produktionsfirma. „Es war das schönste verspätete Weihnachtsgeschenk, das man sich vorstellen kann. Und auch wenn es meinem Mann nicht so gut ging, haben wir ausgelassen Silvester gefeiert“, sagte Sabine Schmidt glücklich.
Die Woche im Hotel in Hilders
Die letzte Woche verbrachte sie mit ihren Kindern in einem Hotel in Hilders, während Vater Jörg noch in der Reha war und die Handwerker arbeiteten. Sie haben die Woche sehr genossen und kamen nach all dem Stress ein wenig zur Ruhe. Am Donnerstag war der große Tag: Endlich war die Familie wieder vereint und schon Stunden vor der Hausübergabe war die Spannung groß. „Die Situation mit den Kameras und dann noch die Renovierung – man kennt das ja nicht, und wir sind sehr aufgeregt. Die Handwerker müssen zaubern können, wenn sie unser Haus in so kurzer Zeit renoviert haben“, erzählte Sabine noch am Morgen.
Vor dem Haus der Familie hatten sich am Nachmittag weit mehr als 200 Freunde, Verwandte und Nachbarn versammelt. Zudem waren die Jugendfeuerwehr, der Schützenverein und Fabians Football-Mannschaft gekommen und trotzten Schnee und Kälte. Unter den Wartenden befanden sich auch Oma Jutta Happel und Andrea Sauer, die Patentante der fünfjährigen Tochter Amelie. Beide halfen in den vergangenen acht Tagen fleißig mit, indem sie zum Beispiel Bettwäsche und Tischdecken gewaschen und gebügelt haben. „Wir sind froh, dass wir helfen konnten. Am schönsten war das Ausräumen der Wohnung, denn damit konnten wir endlich Platz für die neue Einrichtung schaffen“, erklärt Andrea Sauer erfreut.
Während der einstündigen Wartezeit bis zur Ankunft der Familie fiel besonders der siebenjährige Benjamin Fricke auf, der den Bauarbeitern beim Beladen der Fahrzeuge half. Sein Vater Peter gehört zum Team, und der Kleine nutzte die Gelegenheit, um dem Bautrupp bei den letzten Handgriffen tatkräftig zu unterstützen. Als die Schmidts dann vorfuhren, war der Jubel groß. Sie wurden von all den Zuschauern begrüßt und waren von dem ganzen Trubel sichtlich gerührt.
Die Besichtigung des Hauses war dann allerdings streng geheim. Nichts darf verraten werden, bis die Sendung im Herbst ausgestrahlt wird. Freunde, Bekannte, Nachbarn und Neugierige müssen also noch ein bisschen warten, bis sie erfahren, was das RTL2-Bauteam gezaubert hat. Auch dann erst werden die Zuschauer sehen, ob die Wünsche der Jüngsten erfüllt wurden. Denn der achtjährige Moritz hatte sich ein Dschungelzimmer gewünscht und Amelie wollte schon immer in einem Prinzessinnenreich wohnen.
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