30 Jahre Informatik und zwei Preise
Von Sebastian Kircher
Fulda
Der Fachbereich Angewandte Informatik (AI) an der Hochschule Fulda wird im nächsten Wintersemester 30 Jahre bestehen. Aber schon jetzt feierte sich der Fachbereich mit einer Jubiläumsveranstaltung im IT-Gründerzentrum im Alten Schlachthof.
Professor Dr. Werner Winzerling, Dekan des Fachbereichs, betonte in seiner Begrüßung, dass in den letzten 30 Jahren nicht nur die Informatik an der Hochschule gewachsen sei. Auch in und um Fulda sei eine beträchtliche Zahl von IT-Firmen entstanden. Der Präsident der Hochschule, Professor Dr. Karim Khakzar, erklärte in seinem Grußwort, dass der Fachbereich seit jeher sehr innovativ handele.
Hier habe es zum Beispiel den bundesweit ersten akkreditierten Masterstudiengang für Informatik gegeben. Zudem sei ein Viertel der Studierenden ausländischer Herkunft – ein Indiz für die Attraktivität der Hochschule. Der Fachbereich trage so überdurchschnittlich zum Ausländeranteil der Hochschule bei. Der Präsident erwähnte allerdings auch den Fachkräftemangel, der sich besonders im Bereich Informatik bemerkbar mache: „Hier müssen wir viel früher ansetzen, schon in den Schulen und Kindergärten für den Studiengang werben.“
Oberbürgermeister Gerhard Möller (CDU) lobte das „vorbildliche Netzwerk“, das Hochschule, Fachbereich und der Verein Zeitsprung bildeten. Die IT-Firmen hätten bedeutenden Anteil an der Wertschöpfung der gesamten Region, aber auch die Unternehmen selbst profitierten davon. „Fulda ist ja quasi gelobtes Land für Informatiker, da hier der Lebensraum Konrad Zuses war“, sagte der OB.
Stefan Schunck, Hauptgeschäftsführer der IHK Fulda, hob die wirtschaftliche Bedeutung einer Hochschule für die Region hervor. Die Institution mit ihren Studenten und Dozenten stehe für eine Kaufkraft von 80 Millionen Euro. Der Fachbereich AI trage daran großen Anteil. So seien allein im Informationstechnologie-, Gründer- und Multimedia- Zentrum (ITZ) 300 Arbeitsplätze entstanden, 400 IT-Firmen gebe es im Bereich der IHK. Der 1. Vorsitzende des Vereins Zeitsprung, Bernhard Krönung, bekräftigte, dass das Gründerzentrum den Studenten eine Perspektive biete, sich zu engagieren und den Einstieg in die Arbeitswelt zu schaffen. „Viele Studierende gründen sogar noch während des Studiums ihr erstes Unternehmen. Zudem ist die IT-Szene hier sehr mittelständisch geprägt und somit vor Dotcom-Blasen geschützt“, sagte Krönung.
Nach den Grußworten verlieh Roland Vollmer von der Ewald-Vollmer-Stiftung den Preis an die besten Absolventen in diesem Jahr. Bei den Bachelor-Absolventen setzte sich Jens Willkomm durch, für den Masterabschluss bekam Björn Meuer den Preis. Abschließend wurden die Absolventinnen und Absolventen des laufenden Semesters 2011/2112 verabschiedet.
Leser-Kommentare ( 00 )
zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden









