500 Gäste beim "Ball der Wirtschaft"
Von Katharina Ruppel
Fulda
Rund 500 Gäste haben am Wochenende eine rauschende Ballnacht erlebt – geladen hatten Fuldas Wirtschaftsjunioren unter dem Motto „Die goldenen Zwanziger“.
Da wurden längst vergangene Zeiten in der Fuldaer Orangerie plötzlich wieder lebendig, als am frühen Abend die ersten Gäste zum Sektempfang auf der Terrasse eintrafen: Man sah aufwendig gelegte Wasserwellen, Perlenketten, lange Handschuhe und kurze Charleston-Kleider – eben ganz der Stil der glamourösen 20er Jahre, jener Blütezeit deutscher Kunst, Kultur und Wissenschaft.
Zum 12. Ball der Wirtschaft waren Vertreter aus Politik, Gesellschaft und Wirtschaft gekommen. Sie alle hatten sich mit viel Liebe zum Detail zurecht gemacht, um bei gutem Wein und stimmungsvoller Musik den Abend zu genießen. „Der Blick in den Saal ist wirklich eine Augenweide“, sagte Stadtbaurätin Cornelia Zuschke (parteilos) und erinnerte sich an die Schilderungen ihrer Großmutter, die einst die Goldenen Zwanziger miterlebt hatte. „Sie erzählte von rauschenden Festen, Varietés und vielen schönen Menschen in Berlin. Doch wo Licht ist, da ist auch Schatten. Und so sah man dazwischen bald die ersten braunen Uniformen“, sagte die Stadtbaurätin.
Und bevor sich dann beim Sommernachts-Buffet die Tische wegen der Leckereien aus der Küche bogen, dankte Dr. Christian Gebhardt, einer der Vizepräsidenten der Industrie- und Handelskammer Fulda, den Wirtschaftsjunioren für das ehrenamtliche Engagement. Ohne das seien solche Feste nicht auszurichten. „Die vielen engagierten Menschen tragen dazu bei, dass unsere Region so gut dasteht“, fügte Gebhardt hinzu. 18 Monate lang hatte ein fünfköpfiges Team – Hans-Robert Autenrieth, Björn Leutke, Jennifer Neidhardt, Markus Schmitt und Jürgen Schmitt – den Ball der Wirtschaft, der traditionell alle zwei Jahres stattfindet, vorbereitet. Und sie hatten an alles gedacht.
Die Chris-Genteman-Group spielte lässig beschwingte Rhythmen, zu denen die Gäste bei Kerzenschein durch den liebevoll geschmückten Ballsaal glitten. „Die Blonde Carmen“ von der Staatsoper in Wermelskirchen erweckte die großen Zeiten des Cabaret wieder zum Leben, als sie die Hits vergangener Tage ins Mikrofon hauchte, begleitet am Klavier von Mr. Mike. Kurz nach Mitternacht drang dann der Sound einer E-Gitarre durch die Säle: Die Mambo Kingx waren gekommen. Da wurden Highheels beiseite geräumt und Luftgitarren ausgepackt. Barfuß lässt es sich zu den Rock’n’Roll-Klassikern eben einfach am besten tanzen. Unterstützt wurden die Musiker um Frontmann Uli Fromm von DJ Angie, der in den Pausen das DJ-Pult bediente.
„Wir machen heute die Nacht zum Tag“, das hatte Björn Leutke, Kreissprecher der Wirtschaftsjunioren, angekündigt. Und dem waren die Gäste gut gelaunt gefolgt. Es war schon hell, als die letzten den Ballsaal verließen – noch ganz beschwingt vom einem rauschenden Fest.
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