8. September: Arbeitsagentur lädt zur Teilzeit-Messe ein
FZ
Fulda
Kleine Kinder, pflegebedürftige Angehörige, Haushaltspflichten – es gibt Phasen im Leben, in denen die bezahlte Berufstätigkeit nur eingeschränkt möglich ist. Die Agentur für Arbeit Fulda lädt zu einer Teilzeit-Messe am 8. September ein.
Wer Teilzeit arbeiten möchte, sieht sich vielerlei Vorbehalten und Problemen gegenüber: Wie bekomme ich Arbeit und Familie unter einen Hut? Bin ich noch gut genug in meinem Beruf? Wie flexibel muss ich sein? Um all diese Fragestellungen geht es bei der Teilzeit-Messe, die am 8. September von 9 bis 13 Uhr im Berufsinformationszentrum (Eingang Gambettagasse) stattfindet.
Neben einer großen Stellenbörse mit mehr als 150 Stellenangeboten in Teilzeit sind zahlreiche Workshops vorgesehen . Um den Wiedereinstieg in den Beruf nach einer Pause zu erleichtern, hat die Arbeitsagentur im Rahmen der Teilzeit-Messe neben Informationen des Psychologischen Dienstes und Beratungsgesprächen auch Vorträge zu Kinderbetreuung und Selbstvermarktung organisiert.
„Wir möchten Frauen und Männern, die momentan beruflich kürzer treten wollen oder müssen, den Weg in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ebnen“, erklärt Waldemar Dombrowski, Leiter der Agentur für Arbeit Fulda, „Wer nicht Vollzeit arbeiten kann, der muss sich nicht zwangsläufig mit einem 400-Euro-Job zufrieden geben, der weniger gut abgesichert ist und keine ausreichende Alterssicherung bietet. Zudem ändert sich die familiäre Situation im Zeitverlauf und in vielen Fällen reduzieren sich Betreuungspflichten beziehungsweise fallen ganz weg. Dann ist der Wechsel in eine Vollzeitstelle leichter möglich als der berufliche Einstieg aus der Familienphase heraus.“
Programm
9 bis 13 Uhr: Stellenbörse, Beratungsgespräche, Informationen des Psychologischen Dienstes (Diplom-Psychologin Silke Bosch)
10.15 und 11.45 Uhr: Selbstvermarktungs-Strategien nach der Familienpause (Referentin: Alexandra Käsmann, „Lebenmitmut“) – Teilnehmer dieser Veranstaltung erhalten eine kostenlose Farb- und Stilberatung im Anschluss
9.30 und 11.15 Uhr: Betreuungsmöglichkeiten für Kinder – Betreuungsformen und die finanziellen Aspekte (Andrea Kircher, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit Fulda) und Tagesmütter
9.30 und 12.15 Uhr: Der Arbeitsmarkt für Teilzeitkräfte – Was heißt „Teilzeit“? Wie flexibel muss ich sein? (Constanze Schleich, Arbeitgeberservice, Agentur für Arbeit Fulda).
Eine Anmeldung zu der Veranstaltung ist nicht notwendig.
10.15 und 11.45 Uhr: Selbstvermarktungs-Strategien nach der Familienpause (Referentin: Alexandra Käsmann, „Lebenmitmut“) – Teilnehmer dieser Veranstaltung erhalten eine kostenlose Farb- und Stilberatung im Anschluss
9.30 und 11.15 Uhr: Betreuungsmöglichkeiten für Kinder – Betreuungsformen und die finanziellen Aspekte (Andrea Kircher, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit Fulda) und Tagesmütter
9.30 und 12.15 Uhr: Der Arbeitsmarkt für Teilzeitkräfte – Was heißt „Teilzeit“? Wie flexibel muss ich sein? (Constanze Schleich, Arbeitgeberservice, Agentur für Arbeit Fulda).
Eine Anmeldung zu der Veranstaltung ist nicht notwendig.
Knapp 150 Stellen, die in Teilzeit ausgeübt werden können, sind aktuell bei der Arbeitsagentur gemeldet, vorwiegend im Einzelhandel, im Bereich Büro und Verwaltung sowie im Hotel- und Gaststättengewerbe. „Verkäuferinnen und Verkäufer in Teilzeit werden stark nachgefragt, ebenso Servicekräfte im Hotel- und Gaststättengewerbe“, weiß Constanze Schleich, Vermittlerin im Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur. Der Arbeitsumfang bewegt sich zwischen 15 und 30 Stunden wöchentlich, die Arbeitszeiten sind vorwiegend flexibel nach Absprache mit dem Arbeitgeber festzulegen.
Teilweise sind die Arbeitgeber in der Region Fulda ihren Mitarbeitern gegenüber zu Kompromissen hinsichtlich der Arbeitszeiten bereit, hat Constanze Schleich beobachtet. „Unter Umständen ist es beispielsweise möglich, wenige Wochenstunden in zwei ganzen Tagen abzuleisten, um die Fahrtkosten gering zu halten.“ Größere Betriebe haben zum Teil mit der Einrichtung firmeneigener Kindertagesstätten begonnen.
Die Vorteile für den Arbeitgeber andererseits liegen auf der Hand: Er bekommt die Fach- oder Hilfskräfte, die er benötigt, kann durch die Teilzeitkräfte Stoßzeiten abdecken und hat größere Sicherheit als bei 400-Euro-Jobbern, dass der oder die Angestellte nicht bei der erstbesten Gelegenheit in eine sozialversicherungspflichtige Stelle in einem anderen Unternehmen abwandert.
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