Abiturientinnen erhielten Zeugnisse an der Marienschule
Von Sebastian Kircher
Fulda
In einer Feierstunde mit Lehrern, Eltern und Ehemaligen haben 74 Schülerinnen der Marienschule ihre Abiturzeugnisse erhalten. Für sie beginnt nun ein neuer Lebensabschnitt.
Traditionell feiert die Marienschule den Abschlussjahrgang mit denen, die vor 25 und 50 Jahren ihr Abitur gemacht haben. Auch diesmal konnte Schulleiter Dr. Oswald Post zahlreiche Ehemalige in der Turnhalle der Marienschule begrüßen.
Erika Dingeldey sprach für die Abiturientinnen des Jahrgangs 1962. Ihr seien vor allem die Veränderungen an der Schule aufgefallen. „Wo sind die ganzen schwarz/weißen-Ordenskleider? Wo sind die ganzen Schwestern?“, fragte Dingeldey. Bis in die Quinta habe man früher nicht in langen Hosen zur Schule gehen dürfen, was besonders im Winter unangenehm gewesen sei. Dennoch sei die Marienschule nie altmodisch gewesen oder habe der Zeit hinterher gehinkt.
Sabina Auth und Christiane Stein-Wischmeyer hatten das Abibuch des Jahrgangs 1987 mitgebracht. Das Thema damals lautete „Nichts wie weg“. „Aber als wir die Einladung zur heutigen Feier bekamen, dachten wir uns: Nichts wie hin“, sagte Auth.
Schulleiter Post betonte in seiner Abiturrede, dass in unserer Gesellschaft eine Sehnsucht nach starken Frauen herrsche. „Frauen tragen in den nächsten Jahrzehnten in nahezu allen Bereichen die Verantwortung“, sagte Post. Dennoch müsse jede für sich selbst aufbrechen und einen eigenen Charakter entwickeln. Der Schulleiter gab den Hinweis, weibliche Netzwerke zu bilden, um so glücklich und erfolgreich zu bleiben. „Seid keine angepassten Weibchen.“
Für die Eltern sagte Susann Laakmann, dass man sich zwar über das Erreichte freuen dürfe, aber noch nicht ausruhen könne. Schulsprecherin Jenny Selbach, selbst eine der Abiturientinnen, empfand Wehmut beim Abschied. „Wir lassen die Marienschule zwar hinter uns, tragen sie aber für immer im Herzen.“
Auszeichnungen für die besten Schülerinnen eines Fachs
Der Zeugnisausgabe folgten die Ehrungen. Leonie Altvater und Caroline Schlereth waren seit der 5. Klasse Mitglied im Schulorchester und -chor. Alina Boldowski, Tabea Faber, Pearl-Sue Carper, Katharina Breuel und Susanne Schwarz wurden für ihre langjährige Mitarbeit in Mediathek und Bibliothek ausgezeichnet. Für ihre Mitarbeit in der Schülervertretung wurden Jenny Selbach, Johanna Hinz und Luisa Schülke geehrt.
Anschließend gab es Auszeichnungen für die besten Schülerinnen eines Fachs. Julia Benzel, Antonie Blumenthal und Sabrina Zink legten eine hervorragende Abiturleistung in katholischer Religion ab. Julia Benzel erhielt darüber hinaus den Abiturpreis im Fach Mathematik. Antonia Knacker wurde für hervorragende Leistungen im Bereich des altsprachlichen Unterrichts und der antiken Kultur ausgezeichnet, Luisa Vogt für sehr gute Leistungen im Fach Physik und Stefanie Hallier in Chemie.
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