Appell gegen Windkraft in der Biosphäre
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Rhön
Für einen vollständigen Verzicht auf Windkraftanlagen innerhalb der Grenzen des Biosphärenreservats Rhön hat sich die länderübergreifende Arbeitsgruppe (AG) Artenschutz bei einer Sitzung in Zella ausgesprochen.
Damit würde die biologische Vielfalt der Rhön ebenso wie ihr einzigartiges Landschaftsbild wirklich großflächig erhalten. Da bundesweit die Windkraft stark ausgebaut werde, könne die Rhön so auch ein besonderes Alleinstellungsmerkmal für die touristische Entwicklung schaffen, heißt es in einer Presseerklärung der Arbeitsgruppe zu den Ergebnissen.
Zur Begründung für den Verzicht auf Windkraftanlagen verweisen die Naturschützer auf die stark veränderte visuelle und auch akustische Wahrnehmung des Landschaftsbildes, auf die Gefährdung vor allem von Vögeln und Fledermäusen, die nach europäischem und deutschem Recht besonders geschützt sind, und auf Beeinträchtigung des Vogelzugs.
Biosphärenreservate sollten als Modellregionen der Nachhaltigkeit in ökologischer, ökonomischer und sozialer Hinsicht exemplarisch entwickelt werden. Aus ökologischer Sicht besitze das Biosphärenreservat Rhön eine bundes- und teilweise europaweite Bedeutung für die Erhaltung der Biodiversität. In ähnlichem Maße bedeutsam sei das Gebiet mit einem einzigartigen Landschaftsbild, welches als „Land der offenen Fernen“ zusammen mit der biologischen Vielfalt die Grundlage für eine maßgebliche Wertschöpfung durch Erholung und Tourismus bilde, heißt es.
Daher bedürfe die Planung von Windkraftanlagen einer fundierten gesamträumlichen Planung, und zwar länderübergreifend für das gesamte Biosphärenreservat einschließlich der geplanten Erweiterungsgebiete. Besonders fordern die Naturschützer, alle Kern- und Pflegezonen, FFH- und europäischen Vogelschutzgebiete, Naturschutzgebiete und Naturwaldreservate einschließlich einer umgebenden Pufferzone von mindestens 1000 Metern Abstand als Tabuflächen freizuhalten.
In ihrer Stellungnahme bekennt sich die AG zur Energiewende mit einem regionalen Ansatz. Um trotz eines Verzichts auf Windkraft im Biosphärenreservat einen Beitrag zu leisten, solle ein Konzept zur Energieeinsparung und zum Klimaschutz länderübergreifend entwickelt und in einem Dialog abgestimmt werden. Ziel müsse sein, eine modellhafte naturschutzgerechte Nutzung erneuerbarer Energien umzusetzen.
Leser-Kommentare ( 15 )
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travelmatz (123) | 18. May 2012;18.05.2012;1337337643 --> 18 Mai 2012
Allen scheinheiligen
Atomkraftgegenern den Strom abschalten. Denn durch die Energiewende ist das Endlagerproblem nicht gelöst und wir kaufen teuren ausländischen Atomstrom. Sehr clever !
Und die hässlichen Windräder in den Garten von Claudia Roth und Konsorten ! -
Ali (551) | 21. May 2012;21.05.2012;1337624764 --> 21 Mai 2012
Allen Atomkraftbefürwortern
die wahren Kosten pro Kilowattstunde Atomstrom in Rechnung stellen. Und schon wären sie schon immer für Windkraft und Photovoltaik gewesen.
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Valentin (398) | 4. May 2012;04.05.2012;1336128493 --> 04 Mai 2012
Windräder in der Rhön
Die Rhön hat Berge, hat die hohe Wasserkuppe, hat den lauten Schießplatz in Wildflecken, wo noch könnten die Windmühlen besser stehen ? her damit









