Besucheransturm zum Gartenfest-Auftakt
Von Sarah Seitz
Eichenzell
Schon am ersten Tag war der Ansturm auf das fürstliche Gartenfest riesig. Noch vor der offiziellen Eröffnung um 10 Uhr haben sich lange Schlangen an den drei Eingängen gebildet. Wenige Stunden später flanierten bereits Tausende Besucher durch Park und Garten von Schloss Fasanerie.
Es ist erst kurz vor 10 Uhr am Freitagvormittag, und der erste Parkplatz ist beinahe schon voll. Vor allen drei Eingängen bilden sich große Trauben von Menschen. Einige treten ungeduldig auf der Stelle, versuchen auf Zehenspitzen die ersten Blicke zu erhaschen.
Eine halbe Stunde später bevölkern bereits zahlreiche Gäste das Gelände von Schloss Fasanerie. Gelassen schlendern sie durch die Reihen, stöbern an den Ständen der Aussteller durch die Angebote oder lassen auf Stühlen und Bänken die Seele baumeln. Einige suchen gezielt nach Pflanzen und Gartenzubehör, andere lassen sich einfach nur treiben. Die Stimmung ist unbeschreiblich: ruhig und doch geschäftig, gelassen und doch voller gespannter Neugier.
Michael Camphausen huscht zwischen seinen Tischen hin und her. Mit dem Strohhut auf dem Kopf blickt er freudig den ersten Besuchern entgegen. Seit vielen Jahren kommt der Bremer zum Fürstlichen Gartenfest. Einfach weil die Atmosphäre stimmt, sagt er. An seinem Stand verkauft Camphausen Thymian und Allium, und das in unzähligen verschiedenen Sorten. „Das Schöne an Thymian ist, dass man die Sorten unheimlich gut untereinander kombinieren kann. Die Farben passen alle sehr gut zusammen. Man kann praktisch nichts falsch machen“, sagt er.
Ein paar Meter weiter genießt Brigitte Nehls gerade den Ausblick über den Garten. An der Mauer lehnt ihr Mann und hält drei lange Metallstäbe in der Hand, an denen man Pflanzen und Stauden befestigen kann. Und aus ihrer Tüte zaubert die 60-Jährige allerlei Kleinigkeiten, unter anderem eine grobe Bürste, mit der sie in Zukunft die Fugen zwischen den Pflastersteinen vor dem Haus reinigen will. „Das Gartenfest ist jedes Jahr aufs Neue ein Genuss“, sagt die Frau aus Langen bei Frankfurt. Zwar sei der Eintritt nicht gerade günstig, dafür sei das Niveau aber herausragend. „Vor allem gefällt mir, dass viele Händler so spezialisiert sind. Es gibt zum Beispiel einen Stand, an dem nur Clematis verkauft wird“, sagt Brigitte Nehls.
Die Veranstalter hoffen nun, dass in den kommenden Tagen der Ansturm ebenso groß sein wird. Denn insgeheim spekulieren alle darauf, den Besucherrekord – 28 000 Gäste – von 2006 zu knacken. Am Samstag und Sonntag ist das Fürstliche Gartenfest von 10 bis 19 Uhr, am Montag von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
Leser-Kommentare ( 00 )
zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden









