Lehrerin Renate Eller verabschiedet
FULDA Nach 36 Jahren im Schuldienst verabschiedeten Schüler, Kollegen und Freunde die Lehrerin Renate Eller am Freitag an der Rabanus-Maurus-Schule in den Ruhestand.
„Sie wollte eigentlich nie Lehrerin werden, hat sie mir vor einigen Tagen gestanden. Aber sie ginge bis heute gerne in die Schule“, erzählt Matthias Höhl schmunzelnd. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verabschiedete der Schulleiter der Rabanus-Maurus-Schule im Namen aller Schüler und Kollegen Renate Eller in den Ruhestand.
In der letzten Stunde vor den Halbjahreszeugnissen kamen alle 1200 Schüler des Domgymnasiums sowie Kollegen und Freunde in der Aula zusammen, um der Oberstudienräten für ihren neuen Lebensabschnitt alles Gute zu wünschen. Zuvor hatte Renate Eller in der Klasse 11b ihre letzte Unterrichtsstunde im Fach Biologie gehalten. Höhl lobte sie als tüchtige und begeisterte Pädagogin, die von allen geschätzt und gemocht wurde. In Neuenberg aufgewachsen, machte die heute 62-Jährige an der Marienschule ihr Abitur und studierte dann an der Universität Gießen. Nach ihrem Referendariat am Marianum trat sie 1974 in den Schuldienst ein, war dort 13 Jahre lang tätig und wurde 1981 zur Oberstudienrätin ernannt. Von 1987 bis 1996 unterrichtete sie als Austauschlehrkraft an der Europäischen Schule in Mol, Belgien. Nach ihrer Rückkehr fand sie 1996 ihren neuen beruflichen Wirkungskreis an der Rabanus-Maurus-Schule, war zwischen 2003 und 2006 an der deutschen Schule in Mailand tätig und kehrte dann ans Domgymnasium zurück, wo sie bis zu ihrem Ruhestand Biologie und Chemie lehrte.
Renate Eller selbst fiel das Reden am Tag ihrer Verabschiedung nicht leicht. Trotzdem freue sie sich jetzt auf eine Zeit ohne Verpflichtungen. Sie könne den Rotstift nun für immer aus der Hand legen, habe ewig Ferien. „Ich kann mir nun meinen eigenen Stundenplan machen, werde sicher viel reisen und auch mal richtig entspannen. Und ich möchte auch etwas Handwerkliches tun. Da sieht man die Ergebnisse seiner Arbeit gleich“, erklärt sie.
Von unserer Volontärin
Sarah Seitz
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