Ökologie-Unterricht am Lehrteich
FULDA Hochmotiviert hatten sich die Schüler der Rabanus-Maurus-Schule daran gemacht, den Zierteich auf dem Gelände der Caritas Behindertenhilfe in der Ratgarstraße wieder zugänglich zu machen.
Sie hatten Pfade angelegt, Sträucher ausgedünnt und kleinere Bäume gefällt. Aus dem Teich, der mit Faulschlamm und Algen verschmutzt war, sollte ihr neuer Schulteich werden. Fachkräfte hatten das Gewässer vom Schlamm befreit und größere Bäume und Äste entfernt, um es wieder nutzbar zu machen.
Viele Schüler und Bewohner der Caritas Behindertenhilfe kamen am Mittwoch, um bei der feierlichen Einweihung des neuen Teichs dabei zu sein. Die Big Band und der Chor der Schule lieferten dabei musikalische Unterstützung.
Bei dem Projekt handelt es sich um eine Kooperation mit dem Caritasverband. Ein eigener Lehrteich war seit langem der Wunsch der Schule, da er eine Vielzahl an Möglichkeiten bei der Umsetzung der Lehrplanthemen in den Fächern Biologie, Naturwissenschaften und Ökologie eröffnet. Der Teich soll einerseits den Schülern das komplexe Ökosystem mit seinen unterschiedlichen Lebensräumen, Tieren, Pflanzen und Kleinstlebewesen näher bringen und andererseits den Kontakt zwischen den Schülern und den Bewohnern der Caritas Behindertenhilfe herstellen.
Suche nach Lebewesen im Wasser
Ansgar Erb aus dem Vorstand des Caritasverbandes für die Diözese Fulda begrüßte die Anwesenden und bedankte sich bei allen am Projekt Beteiligten.
Erb sagte: „Es liegt uns am Herzen, unsere Ressourcen mit nichtbehinderten Menschen, besonders Schülern, zu teilen.“ Ein jährliches Grillfest mit den Schülern der Rabanus-Maurus-Schule und den Bewohnern der Behindertenhilfe zu veranstalten, das ist seine Vision für die Zukunft.
Anschließend stellte Dr. Christiane Ziegler von der Fachschaft Biologie der Rabanus-Maurus-Schule das Projekt fachlich vor und erklärte die Vorteile für die Schule und die Lernziele, die der Teich ermöglichen soll. Sie erzählte von vergangenen Ausflügen mit zunächst skeptischen Schülern, die sich zum Schluss von der Suche nach Lebewesen und Pflanzen im Wasser begeistert zeigten.
Auch Fuldas Bürgermeister Dr. Wolfgang Dippel (CDU) richtete ein Grußwort an die Anwesenden. Er ermutigte die Schüler, auf die Behinderten zuzugehen und sie so zu akzeptieren, wie sie sind.
Die Anerkennung des Menschen, wie er ist, benannte er als eines der Ziele des Kooperationsprojektes.
Von Johanna Fischer
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