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10. Februar 2012



Brehm Metallverarbeitung zieht vom Götzenhof nach Künzell

Von Volker Nies

Künzell
Der Boom des deutschen Maschinenbaus hat Auswirkungen bis nach Götzenhof: Im Auftragsboom 2010 und 2011 investierte das Unternehmen V. Brehm & Sohn Metallverarbeitung in neue Maschinen und brauchte dann dringend mehr Platz. Den fand die Firma in Künzell. Die neue Halle wird heute eingeweiht.

„Die Krise 2008 und 2009 hat uns viele neue Kunden gebracht. Unser guter Ruf hat sich herumgesprochen“, berichtet Unternehmer Karl-Heinz Brehm (47), Chef von V. Brehm & Sohn Metallverarbeitung. Sein Großvater Valentin Brehm hatte das Unternehmen 1960 in Götzenhof mit seinem Sohn Heinz Brehm (heute 83) – Patenonkel des jetzigen Inhabers – gegründet. 1986 stieg Karl-Heinz Brehm in das Unternehmen ein, pachtete es 1994 zunächst von seinem Onkel und übernahm es dann im Jahr 2000 komplett.

Sechs Mitarbeiter arbeiten an den Maschinen. Die Firma befand sich bis im vergangenen Jahr in der Ortslage von Götzenhof. „Eine Erweiterung am bisherigen Standort war praktisch ausgeschlossen“, erläutert der Unternehmer.
Als sich der Industriemeister, der in Eichenzell wohnt, im vergangenen Jahr nach einem neuen Standort umschaute, nahm er verschiedene Areale ins Visier. Die Entscheidung fiel schließlich für die Philipp-Reis-Straße in Künzell, einer Nebenstraße der Turmstraße, denn hier erklärten sich die Grundstückseigentümer Karl-Heinz Suck (69) und seine Ehefrau Sylvia Suck (63) bereit, für Brehm eine ausreichend große Halle zu bauen, so dass dieser als Mieter einziehen konnte und zuvor nicht erst selbst investieren musste. „Wir haben uns auf Anhieb verstanden. Das gemeinsame Projekt vereinbart haben wir auf dem Hof seiner Firma mit Handschlag“, berichtet Brehm. Der erste, dann so erfolgreiche und langfristig angelegte Kontakt kam zustande – über eine Anzeige in unserer Zeitung.

In die gut 500 Quadratmeter große Halle einschließlich Büro- und Aufenthaltsräume haben Sucks rund 400.000 Euro investiert. Ein Großteil der Arbeiten wurden von dem Böckelser Unternehmen Hahner ausgeführt. Spezialisiert hat sich die Firma V. Brehm & Sohn Metallverarbeitung auf die Produktion von Einzelteilen und kleinen Serien für den Maschinenbau und den Sondermaschinenbau. „In Baumaschinen und Verpackungsmaschinen sind Teile aus unserer Produktion besonders häufig zu finden“, berichtet Brehm. Die meisten Kunden haben ihren Sitz in einem Umkreis von 100 Kilometern.

Das Unternehmen ist sehr flexibel und kann, wenn Not am Mann ist, auch sehr schnell Teile drehen, bohren und fräsen. „Mit Werkstücken aus Spezial-Edelstählen wie V2A haben wir besonders viel Erfahrung“, berichtet der Unternehmer. Damit die Qualität und Genauigkeit der Teile jederzeit sichergestellt und dokumentiert werden kann, hat die Firma in eine 3-D-Messmaschine investiert. Heute Nachmittag findet die offizielle Einweihungsfeier für die neue Produktionshalle statt. Pater Dr. Ifeanyi Emelju und Pfarrer Wolfgang Echtermeyer werden die neuen Räume segnen.



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